Warum man sich die Stimmabgabe bei der Wahl zum Bundespräsidenten diesmal sparen soll, argumentiert Mario Wassilikos.

Die Tiroler Landtagswahlen vom 25. September bringen nicht nur der ÖVP eine krachende Niederlage, sie ermöglichen auch einen Ausblick auf die politische Entwicklung in ganz Österreich: Frust und Ablehnung gegenüber dem Status-quo und eine tiefe Krise des politischen Establishments. Von Martin Halder.

Am 19.09. haben die Verhandler der Gewerkschaften den Metallkapitalisten ihre Forderung von 10,6% übergeben. Was von beiden Seiten als Kampfansage dargestellt wird, ist in Wirklichkeit das Minimum dessen, was nötig ist, um den Unmut in den Betrieben nicht explodieren zu lassen. Unter den Kollegen macht sich immer mehr die Stimmung breit: Die Forderung ist 10,6%, der Abschluss wird weit unter der Forderung liegen. Das gilt schon fast als Naturgesetz. Doch es ist tatsächlich nur dann ein Gesetz, wenn wir passiv bleiben.

Die Inflation frisst die Löhne auf und an der Preisfront ist keine Entspannung absehbar. Die sicherste Absicherung des Lebensstandards ist es, die Löhne schneller und höher als die Inflation steigen zu lassen. Wir argumentieren für eine kompromisslos geführte Lohnrunde.

Am 17. September rief der ÖGB zu „Preise runter“-Demos auf. Die Younion, Gewerkschaft der Gemeindebediensteten und somit für die städtischen Wiener Spitäler zuständig, verlautbart auf ihrer Website: „Die Gewerkschaftsbewegung hat damit ein mächtiges Zeichen im Kampf gegen die Preisexplosionen bei Energie, Sprit und Lebensmitteln gesetzt.“ Diesem Euphemismus können wir bei aller Liebe nicht zustimmen. Eine Pflegerin berichtet aus der Realität.

Die Bewegung gegen das iranische Regime geht trotz der massiven Repression des Staatsapparats ungemindert weiter. Der Protest gegen den Mord einer jungen kurdischen Frau hat sich mittlerweile auf mehr als 140 Städte und auch ländliche Gebiete ausgedehnt und das Ausmaß einer revolutionären Bewegung der Jugend gegen das gesamte Regime angenommen. Es bleibt jedoch die Frage der Perspektiven dieser Bewegung. Von Hamid Alizadeh, 28. September 2022.

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(Datum: 07.10 19:00 - 23:59)
Auch diesen Herbst gibt es wieder die Marxistische Initative an Unis (kurz: MIAU). Freut euch auf Veranstaltungen zu marxistischer Theorie, historischen Ereignissen sowie aktuellen Bewegungen.
Denn wie Lenin schon treffend bemerkte: "Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben"

Termine (immer in der Lustkandlgasse 10/1 um 19:00 Uhr):
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Warum wir Marxisten sind

Warum wir Marxisten sind

Für die 100. Ausgabe unserer Zeitung verfasst Alan Woods, Herausgeber von www.marxist.com einen Mehr...
Österreichperspektiven 2021

Österreichperspektiven 2021

Das folgende Perspektiv-Dokument wurde Mitte Oktober 2021 verfasst und bei einer Funke-LeserInnen- und Mehr...
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Im Juli wurden die ersten Bilder des James-Webb-Teleskops (JWST), dem weitreichendsten Weltraumteleskop bisher, veröffentlicht. Sie zeigen, dass seine Entdeckungen in den nächsten Jahren unser Wissen über das Universum und seine Entwicklung auf neue Höhen heben werden. Gleichzeitig steckt das wissenschaftliche Denken – insbesondere in der Kosmologie – selbst in einer tiefen Krise. Doch Krisen sind nichts Bedauernswertes, sondern bereiten erst neue gesellschaftliche wie wissenschaftliche Revolutionen vor. Von Martin Halder.

Ausgehend von der Imperialismus-Analyse Lenins betrachten wir den historischen Werdegang und die heutigen imperialistischen Konflikte, insbesondere den Ukraine-Krieg. Ein Vortrag des Pfingstseminars Mai 2022.

Der "Philosophie-Troll" Žižek provoziert mit seinen oft radikal wirkenden Aussagen über Marx, Kommunismus und Revolutionen. Warum er im Grunde ein reformistischer Pessimist ist hört ihr in diesem Vortrag vom Pfingstseminar 2022.

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Wenn das Leben nicht mehr leistbar ist, revoltiert die Jugend. Julia Brandstätter über die Teuerungsrevolte 1911.

Der 25. April markiert den Jahrestag der sogenannten Nelkenrevolution in Portugal. Diese Revolution stürzte die verhasste Diktatur und erschütterte die Grundfesten des Kapitalismus. Wie es zu dieser Revolution kam und wieso sie schließlich doch in einer Niederlage endete, erklären wir in diesem Video.

Ausbeutung, Sexismus und Unterdrückung gab es nicht schon immer. Eine Analyse der Entstehung der Klassengesellschaft. Ein Vortrag unserer "MIAU"-Reihe im Herbst 2021.

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