Bildungsbewegung – Leseliste

Damit Schüler, Studierende und Bildungspersonal die Kämpfe der Zukunft gewinnen, müssen wir von den Kämpfen der Vergangenheit lernen.
Diese Artikelsammlung enthält praktische Erfahrungen aus vergangenen Schülerstreiks (von 1998 bis 2013), in denen Genossinnen und Genossen der RKP (damals die Marxistische Strömung rund um „Der Funke“) oft eine führende Rolle gespielt haben und bilanzieren, wie erfolgreich zu Schülerstreiks mobilisiert werden kann. Diese Sammlung erscheint auch in der Broschüre Widerstand macht Schule (Rote Reihe Nr. 48) im 1917 Verlag.
Der spanische Schülerstreik von 1986/87 war eine geschichtsträchtige Bewegung: Er dauerte drei Monate, erfasste drei Millionen Schüler und Studenten, brachte Hunderttausende auf die Straße und endete mit einem Sieg über die Regierung der Sozialistischen Partei. Dieses von Alan Woods verfasste Dokument schildert den Verlauf der Bewegung Schritt für Schritt und arbeitet die wichtigsten politischen Schlussfolgerungen heraus. Alan war während des größten Teils des Kampfes in Spanien und stand in täglichem Austausch mit den spanischen Marxisten, die die Bewegung anführten.
Wir schildern hier zwei konkrete Erfahrungen von Schülerinnen.
Wie können wir unser Programm für eine gute Bildung in die Realität umsetzen? Mit welchen Methoden können wir die Schule und das Bildungssystem verändern?
Vor 30 Jahren legte eine lückenlose Streikbewegung alle österreichischen Unis lahm; am Höhepunkt gingen über 50.000 auf die Straße. Zusammen mit dem Streik 1987 war dies die größte und fortschrittlichste Unibewegung des Landes. Zehntausende Studierende organisierten sich in Massenversammlungen und forderten nicht nur die Regierung und ihre Sparpolitik, sondern auch die blockierende ÖH-Vertretung heraus.
Politik und Experten bemängeln Zustand und Leistungsfähigkeit des österreichischen Hochschulsystems. Zu wenig Spitzenforscher, zu wenig Abschlüsse, zu lange Durchschnittsdauer fürs Studieren, das falsche Menschenmaterial für den Arbeitsmarkt, zu teuer. Zum Sündenbock werden „faule Studenten“ gemacht. Das Problem ist jedoch die allgemeine Fäulnis des Kapitalismus.
Lehrermangel, Überlastung, Leistungsdruck und veraltete Pädagogik: Das Bildungssystem gleicht auch nach der Corona-Pandemie einem Scherbenhaufen. Über die Ursachen der langanhaltenden Bildungskrise in Österreich.
Gehorsam und kreativ, sich unterordnend aber sich „was trauen“, innovative Köpfe und zahme Arbeitsmaschinen – die Anforderungen unseres Systems an SchülerInnen sind zahlreich und widersprüchlich. Was Bildung ist und wie man sie bekommt ist auch unter den Bürgerlichen ein umstrittenes Thema.