Iran – Leseliste

Unsere Leseliste bietet Texte, theoretische Analysen und historische Hintergründe, um den aktuellen imperialistischen Angriffskrieg und die Proteste im Iran in ihrer Tiefe zu erfassen.
Um die aktuellen Kämpfe im Iran besser zu verstehen und die Frage zu beantworten, wie diese revolutionäre Situation zum Sturz des Mullah-Regimes führen kann, hilft eine nähere Auseinandersetzung mit der Geschichte des Landes. In diesem zweiteiligen Artikel beleuchten wir die Entwicklung, die zum Ausbruch der Revolution von 1979 führte.
Das verhasste Regime des Schahs wurde 1979 durch eine Arbeiterrevolution im Iran gestürzt. Dieser Artikel wurde im selben Jahr von Ted Grant verfasst. Wir veröffentlichen ihn erneut, da wir der Ansicht sind, dass er eine unverzichtbare Lektüre für jeden aktiven Arbeiter oder Jugendlichen ist, der verstehen möchte, wie der Schah von den Massen gestürzt wurde und wie die Revolution leider von den fundamentalistischen Mullahs gekapert wurde.
Die Geschichte Irans im 20. Jahrhundert ist geprägt von rasanter Modernisierung, sozialer Ungleichheit und wachsendem Widerstand. Unter dem autoritären Schah-Regime entstand ein widersprüchliches System: wirtschaftlicher Aufschwung durch Ölreichtum und Industrialisierung auf der einen, Repression, Armut und politische Unterdrückung auf der anderen Seite. Diese Spannungen entluden sich in der Revolution von 1979. Bild: Michel Lipchitz
Die Revolutionäre Kommunistische Internationale muss ihre Position absolut klar und unmissverständlich machen: Wir stehen für die bedingungslose Verteidigung des Iran gegen die Aggressionen des amerikanischen Imperialismus und seiner israelischen Stellvertreter.
Der Angriffskrieg Israels (und später der USA) auf den Iran zwischen dem 13. und 24. Juni 2025 hat nicht nur über tausend Menschenleben gekostet, sondern auch gezeigt, wie hohl das Gerede von „Völkerrecht“ unserer Politiker und Kapitalisten wirklich ist.
In the 1930s, Trotsky waged a polemic about the position revolutionaries should adopt in a military conflict which has many parallels with the Israel-Iran war.
Die Geschichte des Iran im 20. Jahrhunderts ist die Geschichte der imperialistischen Intervention und Ausbeutung.
Die Bundesregierung unterstützt den Krieg gegen den Iran, stellvertretend der Bundeskanzler: „Der Terror des iranischen Regimes muss enden – im Interesse der eigenen Bevölkerung und der Sicherheit der Nachbarstaaten. Ich trete dafür ein, dass Diplomatie wieder Raum bekommt und eine weitere Eskalation verhindert wird.“
Donald Trump betitelte den Iran als „den weltweit größten staatlichen Förderer des Terrorismus“ und will das iranische Volk „befreien“. Wie diese „Freiheit“ aussieht muss man nur die Bewohner der iranischen Stadt Minab fragen, in der US-israelische Bomben in eine Mädchenschule einschlugen und 165 töteten, darunter 150 Schulkinder.Der wirkliche Terrorist in der Region ist seit jeher die USA.
Hände weg vom Iran! Tod den Tyrannen – sei es der Schah oder die Mullahs! Während die iranischen Massen bluten und ihr Leben opfern, wittern die westlichen Imperialisten eine Gelegenheit, ihren Rivalen im Nahen Osten zu schwächen oder sogar zu vernichten. Fast alle wichtigen westlichen bürgerlichen Politiker haben ihre Solidarität mit den iranischen Massen bekundet. Das ist widerwärtige Heuchelei. Die von den USA angeführten Sanktionen sind neben der Misswirtschaft durch das Regime für das wirtschaftliche Elend der Massen verantwortlich.
Nach dem Mord an einer jungen kurdischen Frau, Jina Mahsa Amini, durch die berüchtigte Sittenpolizei des Irans, brachen im ganzen Land Proteste aus. Ausgehend von den kurdischen Gebieten verbreiteten sie sich in mehr als 30 Städten, darunter die Größten im Land.
Vor einem Jahr brachen im Iran nach der Ermordung von Mahsa Jina Amini Massenproteste gegen das Mullah-Regime aus. Ihr Motto lautete „Frau, Leben, Freiheit“. Esaias Yavari berichtet über die Debatten in den revolutionären Jugendkomitees ein Jahr danach.
Eine Welle heroischer Proteste hat sich in den letzten zwei Wochen schnell auf viele Städte im ganzen Iran ausgebreitet. Es handelt sich um einen spontanen Wutausbruch der unteren Mittelschicht und der Jugend aus der Arbeiterklasse gegen Armut, steigende Preise und Elend, aber auch gegen den Reichtum und die Korruption der iranischen Eliten – vor allem der klerikalen Elite.
Am 1. Januar fanden am fünften Tag in Folge Proteste in ganz Iran statt. In der Zwischenzeit sind die Sicherheitskräfte zu einem härteren Durchgreifen übergegangen. Die Zahl der Proteste scheint leicht zurückgegangen zu sein, was teilweise auf die zunehmende Repression und teilweise auf das Fehlen eines konkreten Kristallisationspunktes für die Bewegung zurückzuführen ist.
Die jüngsten Ereignisse im Iran haben gezeigt, dass die Bewegung, die sich im Juni Bahn gebrochen hat, kein einmaliges Ereignis war. Sie markierte den Beginn eines revolutionären Prozesses, der nicht enden wird, bevor dieses verhasste Regime niedergerungen wurde. Es gibt Aufs und Abs, doch die Richtung ist klar. Was die Massenbewegung jetzt braucht, ist die entschlossene Intervention der organisierten Arbeiterklasse.
Welchen Charakter hat die gegenwärtige Protestbewegung im Iran? Welche Perspektive schlagen MarxistInnen jetzt vor?
Eine erste Analyse der Massenbewegung im Iran gegen den offensichtlichen Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen