Gerade eben wurde bekannt gegeben, dass der SWÖ-Kollektivvertrag abgeschlossen wurde. Wir werden in den nächsten Stunden eine ausführlichere Analyse veröffentlichen.

 

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Das Ergebnis des Abschlusses ist meilenweit von den ursprünglichen Forderungen entfernt. Die Ergebnisse sind schlechter als ein Angebot, das noch vor wenigen Wochen einstimmig (!) abgelehnt worden war.

Wir werden in den nächsten Stunden eine ausführlichere Analyse veröffentlichen. Die „Abstimmung“ erfolgte im großen Verhandlungsteam per E-Mail, deren Ergebnisse nicht für alle einsichtig waren und ohne demokratische Mitbestimmung der Belegschaften. Viele BetriebsrätInnen haben von dem Abschluss erst über die Medien erfahren. Und das, während gerade viele KollegInnen im Sozialberreich tagtäglich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Die Beschäftigten werden dafür von Politik und Wirtschaft als "HeldInnen" gefeiert. Dass das nur leere Wort sind, zeigt dieser Abschluss.

Es braucht eine schnelle, klare und gemeinsame öffentliche Antwort aller BetriebsrätInnen und KollegInnen, die sich dieser Logik nicht beugen.

Die Logik dieses Abschlusses ist klar: Nicht die Interessen der Beschäftigten, sondern die bürokratische Hoffnung auf eine Einbindung in die „Sozialpartnerschaft“ von Seiten der Gewerkschaftsspitze stehen hinter diesem Abschluss. Diese Logik führt nur in die Niederlage. Hinter dem "Team Österreich" stecken unterschiedliche Klasseninteressen. Wir sind deshalb klar gegen diesen Abschluss - wir sind "Team Arbeiterklasse"!

Der Funke schrieb schon im Jänner:

„Eine Urabstimmung ist essentiell. Wir verlassen uns nicht auf das Ehrgefühl der GewerkschaftsvertreterInnen. Vor Ende des Streiks und der Verhandlungen muss es eine demokratische Debatte und Abstimmung darüber geben, ob wir mit den Ergebnissen einverstanden sind oder weiterstreiken wollen.“

„Eine Mehrjahreslösung, wie sie der GPA-djp-Chefverhandler bereits anklingen lässt, ist inakzeptabel! Schon längst ist eine massive Arbeitszeitverkürzung überfällig. In den letzten Jahren ist die Bereitschaft tausender Beschäftigter und BetriebsrätInnen, gemeinsam für ihre Interessen einzustehen, stetig gewachsen. Zwei Mal in Folge wurde in den Vorjahren bei der SWÖ gestreikt. Eine Mehrjahreslösung würde diese kämpferische Dynamik bremsen, zu Arbeitsverdichtung und jahrelangen Reallohnverlusten führen“
(Ausgewählte Zitate aus der Funke Nr. 180/22.1.2020)

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