Schwitzen für Kriegstreiber


Europa sah in den letzten Wochen die schlimmste Hitzewelle seit Beginn aller Aufzeichnungen. Der Kontinent erwärmt sich am schnellsten. In der letzten Juniwoche wurden laut WHO über 1300 Todesfälle auf die Hitze zurückgeführt, andere Quellen schreiben von über 4000.
Jahrelang stellte sich die EU als klimafreundlich dar. Als eine ganze Generation durch Fridays For Future politisiert wurde, reagierten die Regierungen Europas mit Klimagipfeln, Abkommen und Versprechen.
Das ist vorbei. Deutschland und Österreich lehnen jetzt in der Sorge um ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der chinesischen E-Auto-Industrie Klimamaßnahmen wie das Verbrenner-Aus ab. Viele EU-Staaten kürzen ihre Umweltbudgets.
Europa versucht, seine Rolle im globalen Machtstreit zu behaupten. Die geopolitische Konkurrenz bedeutet: Industrie stärken, Einfluss sichern, militärische und wirtschaftliche Macht ausbauen – auch wenn dadurch die Klimakrise weiter verschärft wird. Statt in notwendige und wissenschaftlich erwiesene Maßnahmen für Klimaschutz wird in Aufrüstung investiert. Die Grünen sind dabei.
Die Verantwortung wird dabei systematisch auf die Bevölkerung abgewälzt: mit Flaschendeckeln, Papierstrohhalmen, Klimasteuern und CO2-Fußabdruck. Gleichzeitig: Der Irankrieg verursachte in den ersten zwei Wochen Emissionen in der Größenordnung des gesamten Jahresausstoßes Islands. Der Genozid in Gaza war nicht nur eine menschliche, sondern auch eine ökologische Katastrophe: Ganze Ökosysteme und die grundlegende Infrastruktur zum Überleben wurden zerstört. Der Ukrainekrieg hat bereits über 311 Millionen Tonnen CO₂ verursacht (ca. ein Fünfjahresausstoß Österreichs). Aus „Frieren für die Ukraine“ wurde „Hitzetod für Imperialismus“.
EU-Vertreter Manfred Weber betont offen, dass Klimapolitik „aus Sicht der Wirtschaft vernünftig“ sein müsse. Klimaschutz ist dem Profit untergeordnet. Das sah man auch in den letzten Wochen, als wegen dem Druck großer Konzerne wie Microsoft oder Amazon Umweltauflagen für Rechenzentren fallengelassen wurden.
Der einzige Weg aus dieser Klimakrise ist eine rationale Planwirtschaft. Ein System, in dem für die Menschheit produziert wird und nicht für den Profit!
(Funke Nr. 245/08.07.2026)