Warum ich mich organisert habe – Fenris


Ich bin 15 Jahre alt und Schüler in Deutschland. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der man fast unendlichen Zugang zu allen Informationen dieser Welt hat. Aufgrund dessen stieß ich immer öfter auf erschreckende und sowohl traurige Tatsachen – sei es der grausame Völkermord gegenüber den Palästinensern oder die systematische Ausbeutung der ärmeren Länder und der dortigen Arbeiter durch die oberen 1% der Großmächte. Von Fenris
Als ich mich tiefer damit beschäftigt habe, wurde mir klar, dass es Ausbeutung nicht nur außerhalb der reichen Länder gibt, was schon schlimm genug ist, sondern in jedem kapitalistischen Land – wenn auch versteckter und weniger sichtbar. Sie ist trotzdem da: Die Arbeiter produzieren, und der Boss des Konzerns stopft sich die Taschen randvoll.
Mir ist klar geworden, dass es diese Ausbeutung nicht aufgrund irgendwelcher geschichtlicher Zufälle oder einzelner schlechter Politiker gibt, sondern dass das die direkten Folgen des kapitalistischen Systems sind.
Ich selbst erlebe es Tag für Tag. Meine Mutter ist alleinerziehend, und meine Familie ist finanziell nicht gut aufgestellt. Fast jeden Tag wird von Seiten der Regierung beziehungsweise der herrschenden Klasse mit Kürzungen gedroht. „Man muss an den Sozialstaat ran“, kommt seitens der aktuellen Regierung in Deutschland. Drastische Kürzungen am Sozialstaat würden mich und meine Familie in den finanziellen Ruin treiben.
Mir wurde klar: Ich muss mich organisieren und dagegen kämpfen. Aber wo?
In Kempten, beim 3. Schulstreik gegen die Wehrpflicht, kam ich mit jemandem aus der RKP ins Gespräch. Durch ihn nahm ich am Pfingstseminar teil, und das hat mich endgültig überzeugt. Ich bin beigetreten.
(Funke Nr. 244/03.06.2026)