Flyer: Queer Liberation means Workers Revolution!


Queere Unterdrückung nimmt zu. Die Krise soll auf die Arbeiterklasse abgewälzt werden und dafür müssen die Kapitalisten uns spalten.
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Dazu gehört auch die Kontrolle über die Familie und unsere Körper. Traditionelle Geschlechterrollen werden zementiert mit Aussagen wie, es brauche „mehr Gspür beim Kinderkriegen“ (Familienministerin Bauer, ÖVP) oder LGBT+ sei eine „Geistesseuche“ (Kickl, FPÖ). Mit ekligen Hetzkampagnen werden queere Menschen als Sexualstraftäter verleumdet – wir erinnern uns an ein 2025 aufgedecktes Netzwerk von homophoben Gewaltverbrechern, die sich „Pedohunters“ nannten.
Um die Arbeiterklasse zu spalten, werden verschiedene Minderheiten gegeneinander ausgespielt. Muslime werden zum Sündenbock für Frauen- und queere Unterdrückung gemacht, ironisch, wenn man bedenkt, dass die ÖVP, FPÖ, die Burschenschaften und die katholische Kirche in Österreich die größten Prediger der Heteronorm sind. So ist es auch seit Tag 1 Teil der Propagandakampagne, den Völkermord an den Palästinensern zu rechtfertigen, indem Israel als „einziger Zufluchtsort“ für queere Palästinenser dargestellt wird. Dabei ist die Unterdrückung aller Palästinenser Realität in Israel, gleichgeschlechtliche Ehe ist nicht legal und der israelische Finanzminister bezeichnet sich selbst als homophober Faschist. Kurz gesagt, die Regierung missbraucht die LGBT+ Community, um Rassismus zu propagieren.
Dabei dürfen wir uns nicht spalten lassen! Rassistische Gesetze der jetzigen Regierung, wie das Kopftuchverbot für muslimische Schülerinnen, ebnen den Weg für Angriffe auf weitere Minderheiten. Die jetzige Regierung bereitet eine FPÖ-Regierung vor (ihre Umfragewerte sind auf einem Rekordhoch). In den USA oder anderen Ländern sehen wir, wie Rechte der queeren Community angegriffen werden.
Queerfeindlichkeit ist tief im Kapitalismus verwurzelt. Ein Kampf für die Befreiung aller Unterdrückten ist unausweichlich ein Kampf gegen das ganze System. Homo- und Transphobie innerhalb der Arbeiterklasse ist Gift und muss beseitigt werden.
Die kämpferische Tradition der Pride wurde von den Banken und Konzernen, den Liberalen und Reformisten vereinnahmt. Wie wenig Verlass auf große Geldgeber ist, zeigt sich: Die Stadt Wien kürzte die Förderung für die Pride um 50% und in Wiener Neustadt sind alle Sponsoren abgesprungen. Auch große Unternehmen, die zuvor Inklusion gepredigt hatten, beendeten in den letzten Jahren ihre Diversitätsprogramme. Konzerne und Politiker wechseln ihre „Werte“ wie Unterhosen, was zeigt, wie heuchlerisch ihre Unterstützung für die queer Community zuvor war.
Wir haben in den letzten Jahren mächtige Jugend- und Arbeiterbewegungen auf der ganzen Welt gesehen, die Unterdrückung und Ungerechtigkeit mit Klassenkampf beantwortet haben: in Minneapolis gegen ICE, in Nepal gegen Korruption, im Generalstreik gegen den Genozid in Gaza in Italien usw.
Die Pride braucht Kommunismus und Klassenkampf! Der gemeinsame Feind aller Jugendlicher und Arbeiter sind die Milliardäre und Politiker. Wenn du uns zustimmst, solltest du dich organisieren! Gemeinsam sind wir stark.