…wird ein Feuer entfachen!
  • Sozialwirtschaft. Die Kollektivvertragsverhandlungen für über 100.000 Beschäftigte in privaten Gesundheits- und Sozialberufen (außer Vorarlberg) haben begonnen. Eine starke Streikbewegung im Februar 2018 wurde von den Gewerkschaftsführungen mit einem Abschluss 2,5 % und mehreren Verschlechterungen versemmelt. Wird es heuer anders sein? Von Emanuel Tomaselli.

  • Mitte Dezember wird im Parlament der größte Angriff auf die Sozialversicherung in der 2. Republik abgestimmt. Die Zerstörung des Sozialstaats bekommt einen kräftigen Schwung. Von Yola Kipcak.

  • Normalstationen an Wiens Gemeindespitälern leiden schon länger unter einem untragbaren Zustand was die Personalbesetzung betrifft. Es gibt Stationen an denen über 10 diplomierte Pflegekräfte gleichzeitig davon laufen während an anderen seit Jahren mehr als nur eine Planstelle unbesetzt bleibt. In dieser Situation denkt die KAV Führung einerseits eine Umbenennung und andererseits mehr Polizeipersonal würde etwas bringen.

    Unsere Leitungen traktieren uns mit einer sauteuren Umbennungsumfrage, doch wir wäre es, wenn man stattdessen unsere Arbeitsbedingungen verbessern würde? Angesichts immer schwierigerer werdender PatientInnen und Situationen ist es unverantwortlich, dass wir alleine unsere Nachtdienste verrichten müssen. Und warum wird immer billigeres Material eingekauft, sodass uns die Verbandswatte schon in den Händen zerfällt, bevor wir den Verband noch anlegen?

    Was wir brauchen sind weder PolizistInnen noch Wohlfühl-Umbennungen oder das Propaganda-Organ „intra“. Gebt uns endlich ordentliches Arbeitsmaterial und mehr Personal. Dann funktioniert das auch mit der Gesundheit.
    Außerdem wünschen wir uns eine Personalvertretung, die an den tatsächlichen Problemen im Gesundheitssystem ansetzt: wir brauchen eben mehr Personal, besseres Material und Bedingungen, statt Lobbying für Polizei, die nichts zur Sache beitragen kann, sondern uns nur im Weg rumsteht.

    G.B., Diplomierter Krankenpfleger in einem KAV-Spital

    (Funke Nr. 168 / November 2018)

  • Sozialversicherung. Bis 19. Oktober ist der Regierungsentwurf zur Kassenreform in Begutachtung. Die Angriffe nehmen konkrete Formen an. Von Yola Kipcak.

  • „Größtes Reformprojekt der Geschichte“, so bezeichnet Bundeskanzler Kurz seine Zerschlagung der Sozialversicherung, „Regierung der Industriebosse“ kontert ÖGB Präsident Foglar. Beide haben recht, doch entscheidend ist: wer setzt sich in diesem Konflikt durch?

  • Die Regierung plant einen Umbau der österreichischen Sozialversicherungen, den Kanzler Kurz selbst als „größtes Reformprojekt der Geschichte Österreichs“ bezeichnet. Was dahinter steckt und wie(so) man dagegen kämpfen muss. Von Yola Kipcak.

  • Ich arbeite seit drei Jahren in Wien als Heimhelferin im mobilen Bereich. Ohne uns geht in der Pflege nichts, aber wir werden nicht wahrgenommen. Ein Aufschrei.

  • Eine Unterstützerin berichtet von den Auswirkungen des KV-Abschlusses in ihrem Betrieb.

  • Ein klassisches Beispiel dafür, wie KV-Vertragsverhandlungen aus den eigenen Reihen sabotiert werden.

    In der Nacht von 23. auf 24.02. wurde der SWÖ-Kollektivvertrag abgeschlossen. Dazu hätte es nicht kommen dürfen. Warum es trotzdem so war, darum geht es hier, und nicht um eine inhaltliche Bewertung des Ergebnisses.

  • Spät nachts wurde am 24.02. in der 6.Verhandlungsrunde der SWÖ-Kollektivvertrag abgeschlossen. Dem ist eine beeindruckende Streikwelle im Gesundheits- und Sozialbereich vorausgegangen. Entspricht der Abschluss dem tatsächlichen Kräfteverhältnis zwischen der Gewerkschaftsbewegung und den Geschäftsführungen? Eine Analyse von Lis Mandl.

  • Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sind gescheitert. Nach der Betriebsrätekonferenz, Demonstrationen und Aktionen erhöhten die Arbeitgeber in der Nacht auf 13.2. ihr Angebot nur minimal – eine Provokation. Jetzt heißt es den Streikaufruf der Gewerkschaften GPA-djp und VIDA aktiv zu unterstützen.

  • Die Kollektivvertragsverhandlungen für die mehr als 100.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich stocken auch nach drei Verhandlungsrunden. Wie derzeit üblich sind die Verhandlungen von Überheblichkeit der ArbeitgeberInnen geprägt.

  • Ende letzten Jahres haben die Kollektivvertragsverhandlungen für den privaten Gesundheits- und Sozialbereich begonnen. Welche Forderungen gestellt werden und wie die Perspektiven aussehen, beschreibt Sarah Sattelberger.

  • Die Durchdringung der Gesellschaft durch das Markt- und damit das Profitprinzip („Ökonomisierung“) bedeutet im Gesundheits- und Sozialbereich die Abkehr von der Idee einer solidarischen Gesellschaft. Der Konflikt um den gesellschaftlichen Umgang mit Krankheit, Armut und Ungleichheit, wird in den nächsten Jahren zentral sein. Von Lis Mandl.

  • Sozialbereich. Die pro mente Reha beabsichtigt, alle ab Anfang November 2017 neueintretenden MitarbeiterInnen in den Kur- und Reha-Kollektivvertrag einzustufen und damit den Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) zu verlassen. Von Lis Mandl.

  • Der Sozialbereich ist nicht gerade bekannt für seine guten Arbeitsbedingungen oder eine faire Entlohnung seiner MitarbeiterInnen. Pro mente Reha hatte jedoch bisher den Ruf, vergleichsweise gute Rahmenbedingungen und Gehälter zu bieten. Dies ändert sich demnächst drastisch. Natalie Ziermann berichtet.

  • Gesundheits- und Sozialbereich. Im Jänner fanden gleichzeitig zwei KV-Verhandlungen in diesem Bereich statt. Der Grad der an den Tag gelegten Konfliktbereitschaft hat entscheidende Auswirkung auf das Geldbörserl, argumentiert Sarah Sattelberger.

  • Pflege. Viele Fachkräfte im Gesundheitsbereich können wegen des Spardrucks ihre Arbeit nicht mehr dem Versorgungsauftrag entsprechend ausführen. Gerrie Kinsky, Pfleger im Wiener KAV, berichtet.

  • Ein solider Ärztestreik in Wien, der gegen den Willen des ÖGB durchgeführt wurde, und nun die Gründung einer „unabhängigen Pflegegewerkschaft“. Das von den ÖGB-Gewerkschaften mitgetragene Sparregime im Gesundheitssektor führte zu Massenunmut der Beschäftigten. Dieser organisiert sich zunehmend außerhalb der Sozialpartnerschaft. Von Martin Wieland.

  • Mit 7. Juli 2016 wurde im Parlament die Änderung zum Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) beschlossen. Eine Kollegin berichtet zu den Änderungen und der Strategie der Gewerkschaft.