…wird ein Feuer entfachen!

Frauenkampftag

  • In Österreich wurde die Chance, den Kampf für die Frauenbefreiung voranzutreiben, von der Linken auch 2019 vertan. Potential gäbe es angesichts der Angriffe von Schwarz-Blau und der Gewaltwelle an Frauen genug. Der 8. März wäre auch ein guter Ausgangspunkt gewesen, einer breiten Gegenoffensive gegen Schwarz-Blau einen neuen Impuls zu geben. Dafür – eine gemeinsame, bundesweite Großdemo am 8. März gegen Schwarz-Blau – argumentierte der Funke über das vergangene Jahr hinweg österreichweit auch in der Sozialistischen Jugend und in linken Bündnissen wie der OGR (Offensive gegen Rechts).

  • Die Grundlage für die Befreiung der Frau ist ihre wirkliche Unabhängigkeit, ihre Freiheit nicht nur im Gesetzestext, sondern in der realen Welt frei über das eigene Leben entscheiden zu können: in einer Beziehung zu sein, Kinder zu bekommen, ohne dafür das eigene Leben weitgehend aufgeben zu müssen, dem Beruf und der Ausbildung ihrer Wahl nachgehen zu können, ohne dabei durch Familienplanung oder Vorurteile behindert zu werden.

  • Letzten Samstag hatten sich in Wien zehntausende Menschen bei Kälte und Schneefall zusammengefunden, um gegen die schwarz-blaue Regierung und ihre Politik zu demonstrieren. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis „heißer Herbst“ aus linken und gewerkschaftlichen Organisationen, dessen Teil auch der Funke ist.

  • International sehen wir immer mehr Massenproteste für Frauenrechte. Österreich ist indes trauriger EU-Spitzenreiter in Sachen Frauenmord. Wir müssen dagegen laut werden, argumentiert Natalie Ziermann.

  • Die Kurz-Regierung bedeutet nicht nur soziale Einsparungen, sondern auch ein reaktionäres Familienbild und Mehrbelastung für die Frau. So muss der diesjährige Frauentag auch ein Kampftag gegen die schwarz-blaue Regierung sein. Wir wollen nicht einfach hinnehmen, dass unser Leben zerstört wird. Wir müssen uns organisieren und Widerstand gegen jede Verschlechterung leisten, die im Namen der „Reform“, des „Sparzwanges“ und der „Förderung der Familie“ durchgedrückt werden sollen.

  • Die schwarz-blaue Regierung ergänzt ihre sozialen Angriffe und Kürzungen mit reaktionärer Frauen- und Familienpolitik. Wir brauchen eine Bewegung für die Selbstbestimmung von Frauen über Körper, Sexualität und Leben.

  • In vielen Ländern wurde der diesjährige Frauentag massenhaft begangen. Allein in Madrid demonstrierten in einer historischen Demonstration am 8. März 2017 eine halbe Million Menschen gegen Unterdrückung und für Gleichberechtigung. Die neue Frauenbewegung richtet sich gegen die Gewalt an Frauen, die ihnen individuell, durch reaktionäre Politik und die ökonomische Krise angetan wird.

  • Auch heuer wieder veranstaltete die Sozialistischen Jugend Alsergrund gemeinsam mit der „Funke“-Redaktion am 19. und 20. März ein Seminar zum Thema Kapitalismus, Frauenunterdrückung und Strategien der Frauenbefreiung.

  • Heuer feiern wir zum 100. Mal den Internationalen Frauentag. Rechtzeitig dazu erschien in den Kinos der Film „We want Sex“ über den Streik der Näherinnen im Ford-Werk Dagenham für gleichen Lohn.

  • Heuer feiern wir das 100jährige Jubiläum des Internationalen Frauentages. Die SJ Alsergrund nimmt dies zum Anlass und veranstaltet am Wochenende 19./20. März ein Anti-Sexismus-Seminar.

  • Am 8. März 1917 - nach dem alten russischen Kalender war das der 23. Februar - machten Petersburger Textilarbeiterinnen mit ihrem Streik den Anfang der "Februarrevolution", die den Sturz des Zaren, das Ende des Krieges sowie die wirtschaftliche und politische Umwälzung in Russland einleiten sollte. In Erinnerung an dieses Ereignis wurde auf der 2. Internationalen Konferenz der Kommunistinnen 1921 der 8. März als einheitliches Datum für den Internationalen Frauentag beschlossen.