Unter dem Slogan "Frauenkampf heißt Klassenkampf!" haben wir auch dieses Jahr eine Reihe von Aktivitäten rund um den Frauentag. Kommt vorbei - macht mit!

 

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In den letzten Jahren wurden auf der ganzen Welt schlagkräftige Antworten gegen Sexismus und die Frauenunterdrückung gegeben.

Allen voran in Spanien, wo vor zwei Jahren der internationale Frauentag am 8. März Anlass für einen Streik war, der das ganze Land lahmlegte. Ein Drittel aller ArbeiterInnen, also 6 Millionen Menschen, beteiligten sich daran, begleitet von riesigen Demonstrationen. Die Bosse drohten schon im Vorfeld mit Sanktionen gegen die Streikenden und versuchten die weiblichen und männlichen ArbeiterInnen gegeneinander auszuspielen, doch gegen deren Solidarität hatten sie keine Chance.

Gekämpft wurde gegen die ungleiche Bezahlung und die Abwälzung der Hausarbeit, Kindererziehung und Altenpflege auf die Frau in der Familie. Die Proteste richteten sich aber auch gegen die täglichen sexuellen Belästigungen in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz und die häusliche Gewalt, der viele Frauen ohne ausreichendes eigenes Einkommen nicht entfliehen können. Diese untragbaren Zustände sind jedoch nicht allein auf Spanien beschränkt, sondern erstrecken sich über die ganze Welt.

Auch Österreich ist davon nicht ausgenommen, hier hat sich in den letzten Jahren die Situation eher verschlechtert als verbessert. Während hierzulande in den letzten 2 Jahren fast 80 Frauen ermordet wurden und jede 5. Frau ab ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren musste, sind Frauenhäuser chronisch unterfinanziert und sogar gezwungen Hilfesuchende abzuweisen. Hier hat die letzte schwarz-blaue Regierung weiter gekürzt.

Doch auch unter der neuen Schwarz-Grünen Regierung wird die Situation nicht besser werden – im Gegenteil. So sollen öffentliche Alters- und Pflegeheime durch (weibliche) Familienangehörige ersetzt werden. Dazu heißt es im neuen Regierungsprogramm: Es braucht die „Stärkung der Pflege zu Hause durch Angehörige - Reform der 24-Stunden-Betreuung, um den Bereich Pflegeheime zu entlasten“.

Hier macht Schwarz-Grün weiter wo Schwarz-Blau aufgehört hat. Der Kapitalismus braucht die Unterdrückung der Frauen wie der Mensch die Luft zum Atmen. Viele lebensnotwendige Aufgaben, wie Pflege, Kindererziehung und Hausarbeit, sind nämlich nicht profitabel – und daher sorgen die KapitalistInnen mit allen Mitteln dafür, dass ein Teil der Bevölkerung diese Aufgaben gratis macht.

Untermauert wird dies dann mit Vorurteilen wie der „natürlichen Neigung der Frauen zur Pflege und zur Fürsorge“. In unserer Gesellschaft gibt aber es mehr als genug Reichtum, um die diese Aufgaben qualitativ hochwertig durch öffentliche gratis Angebote wie Kindergärten, Altersheime und Kantinen abzudecken.

Und die gerade stattfindenden Streiks im Sozialbereich zeigen, dass man Verbesserungen nur durch einen entschlossen Kampf erreichen kann – auch in Österreich! Da der Reichtum aber in den Händen von ein paar wenigen Großkonzernen konzentriert ist, müssen wir letztendlich alle gemeinsam gegen dieses System kämpfen, um die Frauenunterdrückung ein für alle Mal zu besiegen.

Frauenkampf heißt Klassenkampf!


Unsere Aktivitäten

Wien

Wann: SA, 7. März ab 12:00 Uhr | Wo: Alserbachstraße 23/1a

Beim marxistischen Seminar zum Weltfrauentag diskutieren auch dieses Jahr wieder fast hundert SchülerInnen, StudentInnen und ArbeiterInnen darüber, warum es Frauenunterdrückung gibt, aber auch, wie der Kampf gegen jede Form der Unterdrückung und Ausbeutung gewonnen werden kann.

Workshops:

  1. Frauenunterdrückung und Kapitalismus
  2. „Der Rote Oktober“ – aktuelle Revolutionen in Lateinamerika
  3. LGBT: Befreiung und Revolution
  4. Marxismus vs. Identitätspolitik

Podiumsdiskussion: Kämpfe im Gesundheits- und Sozialbereich

Anmeldung: <HIER>

Mehr Infos: https://www.facebook.com/events/212469869803187/

  • REVOLUTIONÄRER BLOCK AUF DER FRAUENTAGSDEMO, 8. MÄRZ

Wann: SO, 8. März um 14 Uhr | Wo: Hauptbahnhof

Anschließend: After-Event im Café Restaurant Derwisch (Lerchenfeldergürtel 29): „We Can Do It!“ Konzertbeginn um 16:00, Musikbeitrag: 5€

Graz:

  • REVOLUTIONÄRER BLOCK AUF DER DEMO ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG, 8. MÄRZ

Wann: SO, 8. März um 14:00 Uhr | Wo: Hauptplatz

  • BUCHVORSTELLUNG: „ICH FÜRCHTE NIEMANDEN“, 19. MÄRZ

Wann: DO, 19.3. um 19:00 Uhr | Wo: HS 06.03, Vorklinik, Uni Graz

Adelheid Popp und der Kampf für das Frauenwahlrecht. Lesung und Diskussion mit Autor Gernot Trausmuth.

Vorarlberg

  • DEMONSTRATION „SCHWARZ-GRÜN, SCHWARZ-BLAU: GEGEN JEDEN ANGRIFF AUF DIE FRAU!“, 8. MÄRZ

Wann: SO, 8. März | Wo: 16:00 Uhr, Sparkassenplatz Feldkirch

  • DANACH PODIUMSDISKUSSION ZUM GLEICHEN THEMA

Wann: 18:00 | Wo: Chybulski (Bahnhofstraße 11, Feldkirch)

  • „WENN KEN & BARBIE STREIKEN", 21. MÄRZ

Wann: SA, 21. März um 16:00 Uhr | Wo: Chybulski (Bahnhofstraße 11, Feldkirch)

Buchvorstellung und Diskussion.

Linz

  • AUF DER DEMO ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG, 8. MÄRZ

Wann: SO, 8. März um 14:00 Uhr | Wo: Am Volksgarten 1

  • GEWALT AN FRAUEN UND DER KAPITALISMUS, 13. MÄRZ

Wann: FR, 13. März um 19:00 Uhr | Wo: Melicharstraße 8

Innsbruck

  • AUF DER DEMO ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG, 9. (!) MÄRZ

Wann: MO, 9. März um 17:00 | Wo: an der Annasäule


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