Bildungsstreik – Leseliste

Damit Schüler, Studierende und Bildungspersonal die Kämpfe von morgen gewinnen, müssen wir von den Kämpfen von gestern lernen.
Der Spanische Schulstreik von 1986/87 war eine epochale Bewegung, die in drei Monaten mit der Beteiligung von drei Millionen Schülern und Studierenden, mit Hunderttausenden auf Demonstrationen, einen Sieg gegen die Regierung erringen konnte. Der Autor, Alan Woods, war zu der Zeit selbst in Spanien und in täglicher Diskussion mit den führenden spanischen Marxisten, die die Bewegung anführten.
Wie können wir unser Programm für eine gute Bildung in die Realität umsetzen? Mit welchen Methoden können wir die Schule und das Bildungssystem verändern?
Vor 30 Jahren legte eine lückenlose Streikbewegung alle österreichischen Unis lahm; am Höhepunkt gingen über 50.000 auf die Straße. Zusammen mit dem Streik 1987 war dies die größte und fortschrittlichste Unibewegung des Landes. Zehntausende Studierende organisierten sich in Massenversammlungen und forderten nicht nur die Regierung und ihre Sparpolitik, sondern auch die blockierende ÖH-Vertretung heraus.
Politik und Experten bemängeln Zustand und Leistungsfähigkeit des österreichischen Hochschulsystems. Zu wenig Spitzenforscher, zu wenig Abschlüsse, zu lange Durchschnittsdauer fürs Studieren, das falsche Menschenmaterial für den Arbeitsmarkt, zu teuer. Zum Sündenbock werden „faule Studenten“ gemacht. Das Problem ist jedoch die allgemeine Fäulnis des Kapitalismus.
Lehrermangel, Überlastung, Leistungsdruck und veraltete Pädagogik: Das Bildungssystem gleicht auch nach der Corona-Pandemie einem Scherbenhaufen. Über die Ursachen der langanhaltenden Bildungskrise in Österreich.
Gehorsam und kreativ, sich unterordnend aber sich „was trauen“, innovative Köpfe und zahme Arbeitsmaschinen – die Anforderungen unseres Systems an SchülerInnen sind zahlreich und widersprüchlich. Was Bildung ist und wie man sie bekommt ist auch unter den Bürgerlichen ein umstrittenes Thema.