Internationale Solidarität = Kampf gegen die eigenen Herrschenden


Die Krise des Kapitalismus ist international – Kriege und Ausbeutung erstrecken sich über alle Landesgrenzen hinaus. Die Antwort der Jugend und Arbeiterklasse muss entsprechend auch international sein. Die internationale Solidarität war dabei schon immer unser Slogan! Von Hannah Ernst
Aber das ist keine leere Floskel, die wir einfach auf unsere Banner schreiben und auf Demos rufen. Es ist ein konkreter Handlungsauftrag: Es bedeutet, unserer eigenen herrschenden Klasse hier in Österreich das Handwerk zu legen. Den Klassenkampf gegen die eigene Bourgeoisie voranzubringen, der Arbeiterklasse Einsicht in ihre Lage zu vermitteln, der Spaltung entgegenzuwirken und ihre Interessen in ein sozialistisches Programm zu verdichten, das ist die Bedeutung der internationalen Solidarität!
Die österreichische Regierung und Kapitalisten tun gerne „diplomatisch, neutral und human“. Aber sie verfolgen dabei nur ihre eigenen egoistischen Profitinteressen – als eigenständige Akteure am Balkan oder in Osteuropa oder als Juniorpartner stärkerer imperialistischer Nationen weltweit. Dabei gehen sie auch über Leichen: Natürlich stehen sie im Genozid stramm auf der Seite Israels.
Die Barbarei des Weltkapitalismus nutzt die Regierung zu Hause, um die Arbeiterklasse des Landes durch das Schüren von Vorurteilen, das Entfachen von Kulturkriegen und gesetzliche Diskriminierungen zu spalten und zu schwächen. Schluss mit der Lüge: Österreich ist ein Einwanderungsland, unsere Arbeiterklasse ist bunt und vielsprachig wie eine Blumenwiese im Frühling. Das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14, die Militarisierung der Schulen im Sinne der „geistigen Landesverteidigung“ und die rassistische Begründung der Sparpolitik (aktuell in der Mindestsicherung) wollen uns nur spalten.
Die Aufgabe von Internationalisten und Kommunisten ist es, die Herrschenden im eigenen Land an ihren kriminellen Machenschaften zu hindern, ihre „friedliche“ Propaganda zu entblößen und ihrer rassistischen Spaltung einen Riegel vorzuschieben.
Der Fackelzug 2026 steht unter dem Motto „Nieder mit den Waffen“. Hervorragend, wir sind dabei! Dabei ein genossenschaftlicher Wink: Konsequent ist es, den Worten Taten folgen zu lassen. Man sollte nicht gegen die Aufrüstung demonstrieren und dann die politischen Vorgaben der Regierungsfraktion akzeptieren.
Internationale Solidarität heißt, offen gegen den Völkermord an den Palästinensern zu stehen. Das tut man in Wien konkret am besten, indem man sich gegen die Propaganda-Show des Songcontestes stellt, indem man die Initiativen „Keine Bühne dem Völkermord“ offensiv und öffentlich unterstützt. Zeigen wir dem roten Manager-Bürgermeister Ludwig, wie Wien wirklich ist!
(Funke Nr. 243/24.04.2026)