…wird ein Feuer entfachen!
  • Ende Oktober, Sonntag, 5 Uhr morgens: eine im Bregenzerwald gut integrierte armenisch-iranische Flüchtlingsfamilie, deren Asylantrag in letzter Instanz abgelehnt wurde, wird von der Polizei abgeholt, um abgeschoben zu werden. Nach der Abschiebung des Lustenauer Gastronomielehrlings Quamar Abbas ist dies ein weiterer Fall von unmenschlicher Abschiebepraxis in Vorarlberg. Seither geht ein Sturm der Entrüstung durch das Land. Von Ursula Holzer.

  • Unter der schwarz-blauen Regierung sind wir mit den vielfältigsten Arten von Angriffen und Spaltungsversuchen konfrontiert.

    Das Interesse an revolutionären Ideen steigt daher spürbar an, dies zeigt sich in all unseren Aktivitäten. Wir argumentieren, dass Kurz und Strache durch eine Massenstreikbewegung gestürzt werden können. Immer mehr Jugendliche, ArbeiterInnen und SchülerInnen stimmen uns darin zu.

    Diese Stimmung erfahren wir bei unseren Flyeraktionen vor Schulen und Betrieben. Wir haben auch ein türkischsprachiges Flugblatt für den Metallsektor, denn alle haben das Recht auf ihre Muttersprache. Auch unter jenen, die uns nicht unmittelbar zustimmen, ist die Stimmung gegenüber uns freundlich.

    Immer mehr kommen auch zu unseren Diskussions-Abenden, zuletzt über 30 in Feldkirch. Früher stellten uns die BesucherInnen unserer Veranstaltungen Fragen über das Verhältnis von Reform und Revolution oder darüber, ob bei einem Aufstand Gewalt zulässig sei, etc. Inzwischen fragt man uns: Wie können wir mehr Leute vom Marxismus überzeugen? Wie können wir sicherstellen, dass wir von Führungen nicht verraten werden? Wie müssen wir uns organisieren, um Erfolg zu haben? Eine zögerliche, zurückhaltende Stimmung weicht sichtlich einer wachsenden Entschlossenheit. Der Wind hat sich gedreht: Die Revolution wird als unmittelbar auf der Hand liegende Lösung für die gesellschaftlichen Probleme betrachtet. Die Frage ist nicht mehr „ob“, sondern „wie“.

    Am Wochende vom 19. Und 20. Jänner werden wir versuchen diese Energie auf unserem traditionellen Karl-Marx-Seminar in Bregenz zu bündeln und vertiefen. Merk diesen termin vor und schließ dich uns an und bau mit uns die revolutionäre Organisation auf, die Ausbeutung und Unterdrückung für immer beseitigen wird!

    (Funke Nr. 168 / November 2018)

  • Der Kampf um die Angriffe der Regierung ist längst in den Betrieben angekommen und wird rege diskutiert. Viele glauben noch daran, dass es sie persönlich nicht betreffen wird.


  • Die Vorarlberger Betriebsrätekonferenz, an der laut Angaben der Gewerkschaft 400 KollegInnen teilgenommen haben, war geprägt von Kampfgeist und Enthusiasmus. Wenn Begriffe wie „Klassenkampf“ fielen, wurde darauf mit tosendem Applaus reagiert. Die allgemeine Vorfreude auf die Massenmobilisierung nach Wien war beinahe greifbar.

  • Am 8. März veranstalteten der Funke, die Sozialistische Jugend, die Aktion kritischer Schüler_innen und die Jungen Grünen in Vorarlberg die seit Jahren erste Demonstration zum internationalen Frauenkampftag in diesem Bundesland.

     

  • Vorarlberg ist ein Zentrum der österreichischen Industrie. Im Bundesland leben 4% der österreichischen Bevölkerung, es werden aber z.B. 11% der Metallerzeugnisse produziert. Der wichtigste Betrieb in der Vorarlberger Metallbranche ist der Beschlägehersteller Blum, bei dem allein in Vorarlberg über 5000 Menschen beschäftigt sind. Im Oktober fanden Betriebsratswahlen statt. Ein Interview mit dem Arbeiterbetriebsratsmitglied Andy Spechtenhauser.

  • Über 100 TeilnehmerInnen fanden sich am 3./4. Februar 2018 in Bregenz zum KarlMarx-Seminar der Sozialistischen Jugend Vorarlberg und des Funke zusammen. Mit Gästen aus der Schweiz, Deutschland, England und Mexiko war es ein internationales Erlebnis.

  • Am 13. Dezember vergangenen Jahres versuchte Post-Generaldirektor Georg Pölzl in einem Interview in den Vorarlberger Nachrichten ein letztes Mal, die verheerenden Zustände bei der Vorarlberger Post mit einer ganzen Reihe schamloser Lügen schönzureden. Die Dreistigkeit seiner Behauptungen ist kaum zu überbieten, beispielsweise sprach er trotz permanenter Zustellausfälle im ganzen Land von lediglich einem einzigen nicht besetzten Zustellbezirk.

  • Am 18. November fand in Dornbirn wieder einmal der „Marsch für das Leben“ statt, auf dem klerikal-reaktionäre Kräfte singend durch die Straßen zogen, um gegen das Recht auf Abtreibung zu demonstrieren. Wie immer waren wir zur Stelle, um eine Alternative aufzuzeigen und für das Selbstbestimmungsrecht der Frau einzustehen. Wir organisierten eine Gegenkundgebung mit Rede, Transparenten und Schildern, die mit Slogans wie „Revolution statt Inquisition“ oder „My Body My Choice“ beschriftet waren.

  • Am 16. Mai wurde der seit 1995 amtierende ÖGB Vorarlberg-Präsident Norbert Loacker mit 50,8% der Stimmen auf der Landeskonferenz in Koblach denkbar knapp erneut gewählt. Ein Hintergrundbericht.

  • „Oma-Revolte“ war das Motto der Demonstration am 12. Mai in Bregenz. Dazu rief die 74-jährige Juristin Gertraud Burtscher in den VN (Vorarlberger Nachrichten) auf. Dem Aufruf folgten gut 200 DemonstrantInnen. Der Funke solidarisiert sich im Kampf gegen Altersarmut, von der gerade Frauen betroffen sind. Von Thomas Appler.

  • Der Leuchtenproduzent wird in Usingen/Deutschland ein Werk schließen. Der Kampf der Beschäftigten schlägt auch im Ländle Wellen.

  • Der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel plant die Schließung des Werks in Usingen (Hessen) und 150 ArbeiterInnen kämpfen um ihre Existenz. Jodok Schwarzmann berichtet vom Kampfgeist der KollegInnen.

  • Metall. In Langenegg lässt die Hoeckle-Unternehmensgruppe Pleuelstangen und Kurbelwellen für deutsche Luxusautos produzieren. Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Seit zwei Jahren kämpft die Belegschaft um einen Betriebsrat.

  • Ein Amoklauf forderte vier Menschenleben und elf Verletzte. Die Tat ist zwar nach bisherigen Erkenntnissen nicht politisch motiviert, die Umstände der Tat sind aber hochpolitisch, angefangen beim Täter selbst. Von Florian Keller.

  • Ein Film über die Zustände in einem Gefängnis in der Türkei nach dem Militärputsch 1980 erregt derzeit in Vorarlberg die Gemüter. Ein Bericht von Florian Keller und Ali Gül.

  • Wie sie sich die Wirtschaftskrise im Motorenwerk Mahle König in Rankweil auswirkt, berichtet eine Arbeiterin.

  • Arula, Vorarlberg’te daha iyi bilinen adıyla Huber Trico, sıradan bir tekstil fabrikası. Ya da yoksa öyle değil mi? Kurt Bührle son aylardaki gelişmeleri bildiriyor. Elif Kuru'nun tercümesiyle.

  • Arula in Vorarlberg, besser bekannt als Huber Tricot, ist eine ganz normale Textilfabrik. Oder doch nicht? Kurt Bührle berichtet über die Entwicklungen der letzten Monate.

  • Am Samstag fand in Lauterach/Vorarlberg eine Wahlveranstaltung der linken Partei HDP aus der Türkei statt. Florian Keller, Co-Vorsitzender der SJ Vorarlberg und Funke-Unterstützer, bekam die Möglichkeit dort eine kurze Rede zu halten.