…wird ein Feuer entfachen!
  • Die Ankündigung des Arbeitgeber-Chefverhandlers Collini, dass die Herbstlohnrunde bei ihm im Büro in Vorarlberg in Form von einzelnen Bittgängen stattfinden soll, wird von den Gewerkschaften klar abgelehnt.

  • Sozialwirtschaft. Die Kollektivvertragsverhandlungen für über 100.000 Beschäftigte in privaten Gesundheits- und Sozialberufen (außer Vorarlberg) haben begonnen. Eine starke Streikbewegung im Februar 2018 wurde von den Gewerkschaftsführungen mit einem Abschluss 2,5 % und mehreren Verschlechterungen versemmelt. Wird es heuer anders sein? Von Emanuel Tomaselli.

  • Kollektivverträge garantieren vieles, was uns normal scheint, und die Unternehmer im Metallbereich greifen sie direkt an. Höchste Zeit für eine hart geführte Streikbewegung, argumentiert Emanuel Tomaselli.

  • Ein kurzer Einblick in den Betrieb. Diesen Montag den 05.11.2018 kam der Betriebsratsvorsitzende der FSG während der Pause auf mich (Arbeiterbetriebsrat der Opposition ÜLZ -Überparteiliche Liste Zeltweg) zu und fragte, ob wir eine Betriebsversammlung machen sollen. Ich erklärte ihm, dass wir etwas machen müssen, sonst fällt es mir leicht im Bundesvorstand zu argumentieren, dass sich die FSGler quergestellt haben.

    Am Dienstag den 06.11.2018 fand am Betriebsgelände der Sandvik Zeltweg die offizielle Betriebsrätekonferenz der beiden vertretenen Fraktionen statt. Thema: Betriebsversammlung zur aktuellen Lohnrunde. Durch den Denkanstoß der Opposition stimmte die FSG zusammen mit der ÜLZ für eine Betriebsversammlung am heutigen Mittwoch den 07.11.2018. Um auch die Nachmittagsschicht zu erreichen wird der Beginn der Versammlung auf 13.30 Uhr festgelegt. Auf Grund der Erfahrung der letzten Jahre rechnen wir mit einer einstimmigen Zusage zu einem Streik im Betrieb. Die Kollegen gelten als kämpferisch.

    Im Anschluss habe ich den Mitgliedern meiner Fraktion den aktuellen Funke gegeben, damit sie wissen, dass es auch Zeitungen gibt, die sich mit den prekären Arbeitszuständen auseinandersetzen, die aufzeigen und uns im Kampf unterstützen.

    Betriebsversammlung

    Heute am 07.11.2018 fand wie oben angekündigt die Betriebsversammlung statt.

    Die GenossInnen wurden über die Forderungen der Verhandler aufgeklärt und haben diese auch angenommen. Zu einer Streikabstimmung kam es nicht, da die Verhandlungsrunde am 8.11. abgewartet wird. Die Betriebsversammlung wurde nicht beendet, sondern nur unterbrochen. Eine Abstimmung soll noch folgen.

    Auffallend war, dass die voestalpine Eisenbahnsysteme, die am selben Gelände angesiedelt ist, keine Betriebsversammlung abgehalten hat. Ich habe mich auch mit Genossen aus der voestalpine Donawitz in Verbindung gesetzt, die berichten, dass ihr Betriebsrat keine Maßnahmen ergriffen hat, um den Druck auf die Unternehmer zu erhöhen.

    Dieser Umstand führt zu Verunsicherung und Entsolidarisierung zwischen den verschiedenen Metall-Branchen (Erzeugern und Maschinenbau). Genau das ist das Ziel auf das die Unternehmer hinarbeiten: Die Schwächung unserer Branche! Wo ist das Flaggschiff voestalpine, deren Betriebe alle FSG Mehrheit haben? Erst im September gab es einen Beschluss des Bundesvorstandes, dass sich die Betriebe in Punkto Betriebsversammlungen und Arbeitskampf solidarisieren sollen und es kein Ausscheren aus den eigenen Reihen mehr gibt. Am Aktionstag zeigten sich die FSG durch die Bank solidarisch, allen voran die Voest, die sich jetzt scheinbar aus der Affäre zieht. Ist nicht jetzt die Zeit sich kämpferisch zu zeigen? Jetzt heißt es eine Einheit zu bilden, Stärke und Solidarität zu zeigen, uns gegen weitere Kahlschläge zur Wehr zu setzen!

    Glück Auf!
    Dietmar Zechner
    BR-ÜLZ, Sandvik Zeltweg


     

    • Metall: Unternehmer planen KV-Zerschlagung

      Kollektivverträge garantieren vieles, was uns normal scheint, und die Unternehmer im Metallbereich greifen sie direkt an. Höchste Zeit für eine hart geführte Streikbewegung, argumentiert Emanuel Tomaselli.

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    • Sandvik Zeltweg: Chronologie der Mobilisierung

      Ein kurzer Einblick in den Betrieb. Diesen Montag den 05.11.2018 kam der Betriebsratsvorsitzende der FSG während der Pause auf mich (Arbeiterbetriebsrat der Opposition ÜLZ -Überparteiliche Liste Zeltweg) zu und fragte, ob wir eine Betriebsversammlung machen sollen. Ich erklärte ihm, dass… Mehr... +

    • Gegen Ausbeutung und Spaltung: Generalstreik! (Funke Nr. 168)

      Der eiserne Besen der Sicherheit, Ruhe und Ordnung fegt durchs Land. Während eine polizeilich-autoritäre Ordnung gegen alles fremdländische und Unangepasste organisiert wird, zimmern die Schwarz-Blauen eifrig an der lebenslangen Armut und Entrechtung der lohnabhängigen Menschen.

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    • Arbeitskampf: Auf Schiene?

      Eisenbahner. Nachdem die Gespräche für einen neuen Eisenbahn-KV Ende Juni auf Eis gelegt wurden, kommen sie nun wieder langsam ins Rollen. Die Eisenbahner stehen gleich mehrfach unter Druck. Von Emanuel Tomaselli

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    • Serbien: Streik im Magna-Werk in Odžaci

      Am 4. Oktober traten die ArbeiterInnen im Magna Seating Werk in Odžaci spontan in einen wilden Streik. Miodrag Mijatovic von Crvena Kritika, unserer Schwesterzeitung in Serbien, berichtet.

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    • Erfolgreicher Start der Metaller-Streiks! (12. November)

      Am Montag fanden in ca. 70 Betrieben in Österreich erste Warnstreiks statt, bis Mittwoch werden es bundesweit über 200 Betriebe sein, die stundenweise die Arbeit niedergelegt haben werden, um die Forderungen der Gewerkschaften zu bestärken. Tausende Beschäftigte streikten schon heute.

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  • Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Über unterschiedlichste Kanäle erreichten uns Berichte über die Erfahrungen rund um die ÖGB-Großdemo am 30. Juni.

  • Vorarlberg ist ein Zentrum der österreichischen Industrie. Im Bundesland leben 4% der österreichischen Bevölkerung, es werden aber z.B. 11% der Metallerzeugnisse produziert. Der wichtigste Betrieb in der Vorarlberger Metallbranche ist der Beschlägehersteller Blum, bei dem allein in Vorarlberg über 5000 Menschen beschäftigt sind. Im Oktober fanden Betriebsratswahlen statt. Ein Interview mit dem Arbeiterbetriebsratsmitglied Andy Spechtenhauser.

  • Mit der jüngsten Arbeitsverfassungsgesetznovelle wurde die Verlängerung der Betriebsratsperiode von vier auf fünf Jahre beschlossen. Die Geschichte der Betriebsräte und die Natur der jüngsten Veränderung beleuchtet Lis Mandl.

  • Metall. In Langenegg lässt die Hoeckle-Unternehmensgruppe Pleuelstangen und Kurbelwellen für deutsche Luxusautos produzieren. Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Seit zwei Jahren kämpft die Belegschaft um einen Betriebsrat.

  • Vorarlberg. Am 16.09. hat bei Arula die Betriebsratswahl stattgefunden (siehe Funke Nr. 136). Die Liste des bisherigen Betriebsrates hat mit 67:39 Stimmen gewonnen. Ein Phyrussieg, betrachtet man die  Mittel, derer sie sich bedienten.

  • Arula, Vorarlberg’te daha iyi bilinen adıyla Huber Trico, sıradan bir tekstil fabrikası. Ya da yoksa öyle değil mi? Kurt Bührle son aylardaki gelişmeleri bildiriyor. Elif Kuru'nun tercümesiyle.

  • Arula in Vorarlberg, besser bekannt als Huber Tricot, ist eine ganz normale Textilfabrik. Oder doch nicht? Kurt Bührle berichtet über die Entwicklungen der letzten Monate.

  • Die fehlende Wertschätzung der Pflegearbeit, wird von der Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen als bedrückend empfunden. Der angesammelte Unmut verdichtet sich zunehmend in Widerstand, wobei die Salzburger Spitalsangestellten heute an der Spitze stehen. Martin Wieland, Vertrauensperson am AKh Linz mit Streikerfahrung in seiner eigenen Abteilung, umreißt die akuten Fragestellungen und skizziert mögliche Antworten.  

  • Eine persönliche Bilanz über seine Erfahrungen als Betriebsrat(svorsitzender) in der Linzer Stahlindustrie aus wirtschaftlicher und gewerkschaftspolitischer Sicht zieht unser Korrespondent Johann Linsmaier.

  • Angesichts der Reaktion des Betriebsrats auf das drohende Sparpaket stellt Johann Linsmaier die Frage, ob Hans Karl Schaller Konzernbetriebsratsvorsitzender oder der Assistent von Generaldirektor Wolfgang Eder ist.

  • 27 Jahre war Kollege Johann “Linsi” Linsmaier in der voestalpine als Betriebsrat aktiv. Mitte Oktober musste er seinen Sessel räumen. Das Unternehmen versuchte ihn seit 2011 loszuwerden und strengte eine Entlassungsklage an. In der 1. Instanz entschied sich das Gericht für Linsi, doch in der 2. Instanz wurde seiner Entlassung zugestimmt.

  • Interview mit Karl-Heinz Klausner, Betriebsratsvorsitzender der ArbeiterInnen am Produktionsstandort der Saline Ebensee und Hauptmotor des Widerstands der dortigen Belegschaft gegen die brachialen Methoden der Geschäftsführung.

  • Kürzlich drohten die ArbeitgeberInnenvertreter in der Metallbranche mit MitarbeiterInnenabbau sollte die Gewerkschaft den geplanten Flexibilisierungen bei den arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen nicht zustimmen. Eine BetriebsrätInnenkonferenz in Vösendorf zeigte sich jedoch kämpferisch.

  • Josef Haas ist Personalvertreter und Betriebsrat bei den Wiener Linien. In diesem Interview berichtet er über seine Rolle als kämpferischer Gewerkschafter in einem ausgegliederten Bereich.

  • Im zweiten Teil unserer Serie „Es geht auch anders“, in der wir über KollegInnen berichten, die es in ihrer Arbeit im Betrieb eben anders machen, stellen wir diesmal die „Plattform Pro Glanzstoff“ vor, die in den letzten Monaten gegen die Werkschließung Widerstand leistete.