Mehr als vier Monate saß der 27-jährige Yazid im Schubhaftzentrum Hernalser Gürtel in Wien und wartete auf seine Abschiebung nach Marokko. Anfänglich wehrte er sich gegen seine Inhaftierung mit einem Hungerstreik. In Solidarität mit ihm fanden mehrere Kundgebungen und eine Demonstration vor dem Schubhaftgefängnis statt.

 

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Als wir ihn vor einigen Tagen besuchen wollten sagte uns der Beamte, dass Yazid bereits auf freiem Fuß ist. Der Beamte meinte weiters: „Der Yazid ist eh bekannt bei uns im Haus. Wegen ihm fanden ständig Demonstrationen statt.“ Grund für seine Freilassung sei, dass die marokkanischen Behörden kein Heimreisezertifikat ausgestellt haben.

Wir freuen uns über seine wiedererlangte Freiheit und möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die über all die Monate konkrete Solidarität geleistet haben – die sich für ihn in welcher Form auch immer eingesetzt haben, die auf Kundgebungen und Demonstrationen waren, sich auf Treffen eingebracht haben, ihn besucht und rechtlichen Beistand geleistet haben. Auch Yazid selbst hat sich bei einem Besuch für die Solidarität und für die Bemühungen rund um seine Freilassung bedankt.

Sein rechtlicher Status ist aber noch immer ungewiss und sein Bleiberecht noch nicht erkämpft. Wir fordern also weiterhin:
- Sofortiges Bleiberecht für Yazid!
- Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht für alle!

SJ Alsergrund

Abschiebung Asyl Schubhaft

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