In Spanien organisierte gestern die Sindicato de Estudiantes (SE) einen äußerst erfolgreichen Schul- und Unistreik zur Verteidigung des öffentlichen Bildungssystems. Die Proteste richteten sich jedoch auch gegen die Versuche, die Wirtschaftskrise auf dem Rücken der Jugend und der ArbeiterInnen zu lösen.

 

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Die SE gestaltete diesen Streiktag bewusst sehr politisch mit einer klar antikapitalistischen Stoßrichtung. Der Aufruf lautete "Damit die Krise von denen bezahlt wird, die dafür verantwortlich sind: den Kapitalisten! - In Verteidigung unserer Zukunft!"
Der Streik wurde in 96% der Schulen und 70% der Unis befolgt. Trotz strömenden Regens beteiligten sich landesweit Zehntausende an den von der SE organisierten Demos. Angesichts der widrigen Wetterverhältnis bilanziert die SE diesen Streiktag als größten SchülerInnenprotest seit der Antikriegsbewegung gegen den Einmarsch im Irak 2003.

Bei den Demos kamen neben SchülerInnen und StudentInnen auch VertreterInnen von ArbeiterInnen zu Wort, die sich gerade in Arbeitskämpfen befinden.

Am 13. November wird die SE noch einmal einen Streiktag organisieren. Außerdem rief die SS die großen Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT dazu auf einen Generalstreik zur Vereinigung aller sozialen Kämpfe (Bildung, Gesundheit, gegen Entlassungen usw.) zu organisieren.

Fotos und Video von der Demo in Madrid hier


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