Für den 17.10. hat die Personalvertretung des KAV Dienststellenversammlungen einberufen, um über die Lage an den Spitälern zu informieren und darüber zu beraten, was zu tun ist. Dies ist ein Erfolg der monatelangen Mobilisierungen von uns Beschäftigten. Es gilt diese Chance mit beiden Händen zu ergreifen.

 

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Es ist daher wichtig, dass möglichst alle KollegInnen teilnehmen und den Mund aufmachen. Was ihr sagen könnt? Alles! Wichtig ist, macht euch und euren KollegInnen auf der Station Mut hinzugehen - auch in der Dienstzeit. Gesetzlich muss nur der „NOTwendige Dienstbetrieb“ aufrechterhalten werden.

Wir schlagen vor, insbesondere folgende Fragen und Forderungen zur Sprache zu bringen: Die Anforderungen im Gesundheitssystem für alle Berufsgruppen werden permanent gesteigert. Immer weniger Personen machen immer mehr Arbeit und immer mehr Überstunden. Ebenso können viele von uns ihre Nachtgutstunden nicht abbauen. Die Fluktuation steigt und Posten werden nicht nachbesetzt. Immer mehr von uns arbeiten sich krank. Wir können nur sicher für unsere PatientInnen arbeiten, wenn wir selbst gesund sind und gute Arbeitsbedingungen haben. Deshalb braucht es in allen Bereichen bessere Personalschlüssel, und es darf in keinem Bereich Nachtdienste geben, die alleine absolviert werden müssen. Ältere KollegInnen brauchen die Möglichkeit einer Altersteilzeit.

Gute Arbeit muss fair entlohnt werden!

Ein brennendes Thema ist die Frage des neuen Besoldungs- und Dienstrechtes. Langjährige verdienen nun weniger als KollegInnen, die weniger als ein Jahr im Dienst sind. Dies führt zu Frust, Demotivation und schafft eine potentiell neue Spaltung in der Belegschaft. Wir setzen uns dafür ein, dass es ein Recht auf Optierung in das neue Schema gibt.

Darüber hinaus brauchen wir ordentliche und gut verfügbare Arbeitsmaterialien und Arbeitskleidung.

Desto mehr wir sind und desto klarer wir unseren Kampfeswillen demonstrieren, desto eher werden wir etwas erreichen. Nur so können wir Druck auf die verantwortlichen PolitikerInnen in Wien und Österreich ausüben. Nur der Widerstand von uns Beschäftigten erzeugt den notwendigen Druck zu einem ausreichend ausfinanzierten öffentlichen Spitalswesen.
Seid solidarisch – kommt alle zur Dienststellenversammlung!

Von Martin Gutlederer

(Funke Nr. 177/1.10.2019)


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