Jede Schule, jede Uni eine kommunistische Hochburg


Diesen Herbst hat es schon drei große Jugendstreiks in Europa gegeben. In Deutschland gingen Zehntausende gegen die Wehrpflicht auf die Straße. In Frankreich herrscht Aufstand gegen die unerträglichen Zustände des Bildungssystems. In Spanien werden wir große Kämpfe sehen. In Österreich gehen wir als Erstes gegen das rassistische Kopftuchverbot auf die Straße.
Die wichtigste Lehre, die wir ziehen können, ist: Du bist nicht alleine, wenn du den Rassismus, die Aufrüstung und die Sparpolitik nicht mehr aushältst und fühlst, dass man doch etwas tun muss.
Das verblassende Gefühl der Vereinzelung war kein Zufall. Die Milliardäre, ihre Politiker und Journalisten drücken seit Jahren ihre Meinungen und Interessen von oben in der Gesellschaft durch. Mit Beginn des Ukrainekrieges hieß es auf einmal: Wer nicht für Aufrüstung ist, sei ein Agent Putins. Wer gegen den Genozid an den Palästinensern aufstand, wurde als Antisemit verleumdet. Uns wurde erzählt, dass alles besser sei als eine FPÖ-Regierung, nur dass wir jetzt eine Regierung haben, die Abschiebelager in Uganda aufbauen will und die Milliarden auf unseren Rücken einspart.
Die großen traditionellen Arbeiterorganisationen, beginnend mit der SPÖ und der Gewerkschaft, haben nicht nur nichts dagegen gemacht, sondern diese Politik mitgetragen. Sie haben sich ganz der Vorstellung verschrieben, dass das, was gut für die Milliardäre Österreichs ist, irgendwie auch gut für alle sein wird. Selbst wenn es heißt, selbst rechte Politik umzusetzen.
Wer sich bei der Vorbereitung und Umsetzung des Protests beteiligt, spürt, dass man selbst oder gemeinsam mit den anderen entschlossenen Kolleginnen und Kollegen einen Unterschied machen kann. Gemeinsam mit und inspiriert von der Revolutionären Kommunistischen Partei organisierten Schülerinnen und Schüler regionale Streikversammlungen in Wien, Graz, Linz, Vorarlberg und Tirol sowie Streikkomitees an 46 Schulen (Stand: 1.10.).
Dies ist kein Zufall. Die Mitglieder der RKP studieren Philosophie und Geschichte und diskutieren die Erfahrungen der internationalen revolutionären Bewegungen, um aktiv mit den besten Ideen die heutigen Kämpfe zu befruchten.
Vielleicht hast du gemeinsam die Schule zum Streik geholt oder als mutige Einzelperson ein Zeichen gesetzt. Im Unterricht die Argumente geliefert, damit die eigene Klasse den rassistischen Kern des Verbotes sieht. Das wird es in Zukunft noch viel mehr brauchen: Denn wenn die Regierung schon nicht dabei ist, Forderungen der FPÖ umzusetzen, so gibt sie unfreiwillig ihr Bestes, die FPÖ dabei noch stärker zu machen.
Überall auf der Welt wächst eine neue Generation heran, die nichts als Krise kennt und die objektiv betrachtet nichts von den eigenen Herrschenden erwarten kann. Denn wie die deutsche Schulstreikbewegung feststellt – wir sollen für die Banken in den Krieg gegen Russland ziehen, damit wir Pension mit 70 oder gar nicht kriegen. Und so gibt es eine wachsende Zahl an Studierenden, Schülern und jungen Arbeitern, die die gesamte Schlussfolgerung ziehen: Alle Unterdrückten und Ausgebeuteten der Welt, vereint gegen die Herrschenden aller Länder. Und – wenn wir nicht lernen, uns selbst gegen den Klassenkampf von oben zu wehren, dann wird das keiner für uns tun.
Wer diesen Gedanken anziehend findet, den laden wir ein, die RKP kennenzulernen. Sprich uns an, komme zu unseren Ortsgruppentreffen oder Veranstaltungen.
(Funke Nr. 247/01.10.2026)