No Pride in Genocide


Statement zum „Ausschluss“ von der CSD Vorarlberg. Von Gloria Ifkovits
Zum dritten Mal in Folge wurden wir in Vorarlberg als RKP von der Teilnahme am CSD ausgeladen. Die Organisatoren haben sich dabei nicht einmal die Mühe gemacht, ein neues Antwortschreiben aufzusetzen. Stattdessen haben sie ihren verleumderischen Text vom letzten Jahr eins zu eins wieder aufgewärmt. Darin wird uns zum wiederholten Mal die Unterstützung einer queerfeindlichen Gruppe vorgeworfen – ohne dass sie je beantwortet hätten, welche Gruppe damit gemeint ist. Dieser Vorwurf ist komplett haltlos und nichts weiter als der verzweifelte Versuch, die Palästinasolidarität, die in der queeren Community weit verbreitet ist, vom CSD Bregenz fernzuhalten!
Der Titel, unter dem die diesjährige Pride in Vorarlberg stattfindet, lautet „Ja zur Vielfalt“ – wie das tatsächlich gemeint ist, erkennt man gut anhand der Zusammensetzung im Pride Village: Während ein Großteil der Vorarlberger-Pride-Besucher junge antikapitalistische Leute sind, bekommt beim CSD jedes Unternehmen, jeder Verein, sogar die Kirche (!) eine Plattform, um sich pinkzuwashen. Die Organisatoren des CSD Vorarlberg wollen die Pride so breit aufstellen und so unpolitisch halten wie möglich – idyllischer Regenbogenkapitalismus für alle!
Die Organisatoren behaupten dabei, sie „repräsentieren die Interessen der queeren Community in Vorarlberg und in Erweiterung ganz Österreichs“. Wir verweigern uns dieser (dreisten) Bevormundung der gesamten LGBT-Bewegung und verurteilen die politische Zensur am CSD, die keinen Rückhalt in der eigenen Basis hat!
Als RKP treten wir zu jeder Zeit für einen geeinten Kampf gegen alle Formen der Unterdrückung ein! Ob LGBT-Community, Frauen, ethnische Minderheiten oder das palästinensische Volk – wir dürfen uns nicht spalten lassen! Nur zusammen sind wir stark!