Weltschule des Kommunismus 2026: Die Macht der Ideen


Vom 1. – 7. August fand die diesjährige Weltschule des Kommunismus statt, die Revolutionäre aus der ganzen Welt zusammenbrachte, um über eine Fülle an marxistischer Theorie, die Perspektiven für die kommende Periode und den Aufbau der revolutionären Internationalen zu diskutieren. Mit 7.900 Onlineanmeldungen, 500 Besuchern vor Ort und tausenden weiteren, die bei Watchpartys weltweit dabei waren, haben sich schätzungsweise mehr als 10.000 Menschen angemeldet, um auf die eine oder andere Weise an der Weltschule teilzunehmen. Von Gloria Ifkovits
Damit war sie nicht nur die größte Veranstaltung, die die Revolutionäre Kommunistische Internationale (RKI) jemals abgehalten hat, sondern sie brachte auch eindrucksvoll den Slogan der diesjährigen Weltschule zum Ausdruck: The Power of Ideas – Die Macht der Ideen.
In über 20 Sessions wurde eine Bandbreite an marxistischer Theorie abgedeckt: Es reichte von philosophischen und ökonomischen Themen („Philosophie und Wissenschaft“, „Die Ursprünge der marxistischen Ökonomie“) über die Analyse bedeutender historischer Ereignisse wie der kubanischen oder der jugoslawischen Revolution bis hin zu Fragen der menschlichen Kunst und Kultur, die in Diskussionen zu „Marxismus und Kunst“ und „Schostakowitsch: Die musikalische Stimme der Russischen Revolution“ aufgegriffen wurden.
Den Auftakt am ersten Tag machte eine Einführung von Alan Woods, dem führenden Theoretiker der RKI, der Parallelen zwischen der Krise des Kapitalismus heute und den Zusammenbrüchen vergangener Gesellschaftssysteme zog. Das Chaos, das uns allerorts begegnet – imperialistische Kriege, Völkermord, die Epstein-Klasse, Sparpolitik –, darf dabei nicht als Zeichen, dass die Welt dem Untergang geweiht ist, verstanden werden, sondern ist ein Symptom dafür, dass das jetzige System sich überlebt hat. Nur der Kampf der Arbeiterklasse und Jugend um den Sturz des Kapitalismus kann die Menschheit aus diesen barbarischen Zuständen befreien.
Im von Pakistan besetzten Kaschmir findet gerade genau ein solcher revolutionärer Kampf statt und die pakistanische Sektion der RKI berichtete auf der Weltschule vom unerbittlichen Vorwärtsschreiten und dem Mut der Massen, aber auch vom Fehlen einer revolutionären Führung, die die Bewegung zum Erfolg bringen könnte. Die dringlichste Aufgabe ist es, eine solche Führung aufzubauen, nicht nur in Kaschmir, sondern weltweit.
Der letzte Tag der Weltschule widmete sich daher voll und ganz dem Aufbau der Revolutionären Kommunistischen Internationalen. Die Berichte aus den einzelnen Ländern zeichneten ein Bild davon, dass die Internationale stetig wächst und von Enthusiasmus erfüllt ist. Wir blicken auf diese Periode des kapitalistischen Zerfalls nicht erstarrt, sondern voll revolutionärem Optimismus!
Das spiegelt sich auch in unserer beeindruckenden Finanztradition wider: So wurden im Zuge der Weltschule 2026 über 700.000 € für den weiteren Aufbau und die Professionalisierung der Internationale gesammelt!
(Funke Nr. 246/03.09.2026)