Der kommunistische Sommer hat begonnen!


In ganz Österreich sind die RKP-Genossen auf der Straße, um das kommunistische Programm an die Schulen, Unis und Betriebe zu tragen. Das Diskussionsthema Nummer 1? Imperialismus. Wir haben von unserer Zeitung „Revolution gegen die Epstein-Klasse“ über 1.350 Ausgaben verkauft und haben einen absoluten Rekord in der Verkaufsbeteiligung erreicht. Die Genossinnen und Genossen berichten.
Am Infotisch vor der eigenen Schule war ein Schüler, bei dem ich schon öfter mitbekommen hab, dass er interessiert ist. Weil ich draufgekommen bin, dass wir immer mit dem gleichen Bus heimfahren, hab ich ihn angesprochen und ihm eine Zeitung angeboten. Als er sagte, er hat kein Geld, hab ich vorgeschlagen, er kann sie ruhig nehmen und ich komm mal in seine Klasse und hol es mir da. Eine Stunde später ist er zurückgekommen mit 5 € in der Hand, die er in seiner Tasche gefunden hat. Die zweite Zeitung hab ich an einen Lehrer von mir verkauft, er war begeistert von den Stickern und hat sich welche genommen. Hab ihn gefragt hab ob er schon den neusten Funke hat. Zusätzlich hat er noch die Iran-Sonderausgabe dazu geholt. Er meinte, die ist für seine Schwiegermutter. Ich finds frech, dass er ihr keine eigene Zeitung gekauft hat. Nächstes Mal verkauf ich ihm zwei, damit sie eine eigene hat.
Flora, HTL Spengergasse Wien
Kurz bevor gegen 14 Uhr die nächste Schulstunde endete, kam der Schulportier heraus und fragte nach der Genehmigung für den Infotisch. Ich zeigte ihm die Anmeldung bei der Polizei, woraufhin er mich aufforderte, diese an die Direktion zu schicken, damit die Direktorin das einsehen und bestätigen könne (?!). Dadurch kam es zu einer angeheizten Debatte mit ihm, da er der Meinung war, dass unser Infotisch ohne Genehmigung der Direktorin nicht erlaubt sei, was natürlich nicht stimmt.
Aus seiner Verzweiflung heraus, da sein Einschüchterungsversuch nicht wirkte, begann er sich zwischen uns und die Schüler zu stellen, um unsere Gespräche mit ihnen zu unterbinden. Das gelang ihm nur eingeschränkt, da wir ja zu dritt waren. Einige Schüler bekamen das mit, ließen sich ebenfalls nicht einschüchtern und blieben demonstrativ stehen. Zwei davon versuchte er direkt zu vertreiben und forderte sie auf, nach Hause zu gehen, woraufhin sie ihm klar machten, dass es ihr gutes Recht sei, vor der Schule zu stehen. Einer von den beiden kam dann später noch zurück, um eine Zeitung zu kaufen.
Tobi, BRG Marchettigasse Wien
Wir standen heute bei der BRG & HBLW Landwiedstraße, um zum Thema Kopftuchverbot zu intervenieren.
Mehrere motivierte Schülerinnen kamen im Laufe der Zeit gemeinsam mit Freundinnen mehrfach zu uns zurück, um zusätzliche Flyer mitzunehmen und sie selbst in der Schule weiterzuverteilen. Dem Andrang nach zu urteilen ist das Thema, gerade für jüngere Schülerinnen, aktuell sehr präsent im Schulalltag. Das liegt auch daran, dass das Kopftuchverbot schon ab September in Kraft treten soll und damit unmittelbar in die Lebensrealität vieler Schülerinnen eingreift.
Innerhalb von etwa 20 Minuten waren alle 150 Flyer verteilt, aber das Interesse hielt weiter an. Kurz vor Aufbruch kam noch einmal eine Gruppe Mädchen zu uns, obwohl der Unterricht bereits begonnen hatte. Sie brachten uns Wasser und Snacks und bedankten sich mit sichtlicher Begeisterung für unseren Einsatz.
Insgesamt hat die Aktion gezeigt, dass das Thema Kopftuchverbot bei vielen Jugendlichen unmittelbar ankommt und auf echte Resonanz stößt.
Mel und Sascha, BRG und HBLW Landwiedstraße, Linz
Die Palästinafahne war wie immer ein Magnet. Mehrmals haben sich Schüler um mich versammelt, mit denen ich über die Lage im Nahen Osten, das Kopftuchverbot und die Lage in der Schule geredet habe. Die Stimmung ist, dass sie etwas tun müssen. Zwei Jungs haben in diesem Sinn länger mit mir geredet, und darüber, dass sie selbst in der Schule für den 1.Mai mobilisieren. Beide haben einen Stapel Flyer genommen, vor allem aber die Zeitung gekauft und Kontaktdaten ausgetauscht.
Kurt und Gloria, HAK Lustenau
(Funke Nr. 243/24.04.2026)