RKP-Parteitag: Bericht der Ortsgruppe Hernals


Unser 2. Parteitag hat in jeder Hinsicht ein Triple-A-Rating verdient – alle Referate und Wortbeiträge waren auf höchstem Niveau, man hat gespürt, wie die Partei wächst, lernt und sich mit politischen und organisatorischen Fragen tief und kritisch auseinandersetzt. Für viele Genossen unserer Ortsgruppe war es der erste Parteitag jemals und in einigen Fällen auch das erste große nationale Event und die erste Berührung mit unserer Internationalen. Von Miriam aus Wien
Bemerkenswert war vor allem die Nachbesprechung des Parteitags auf unserer Ortsgruppe. Solche Nachbesprechungen haben manchmal die Tendenz, dass sie eher inhaltsleer in einer Bestätigung verlaufen, dass das Event eh toll war. Doch dieses Mal hatte die Diskussion bei uns einen ganz anderen Charakter: 16 Genossen nahmen teil, der Reihe nach berichteten alle, wie sie den Parteitag fanden, was sie gelernt hatten und welche Fragen offen geblieben sind. Tatsächlich hatte sich jeder Einzelne Gedanken zum Wochenende gemacht. Das reichte von politischen Erkenntnissen zu AI, dem imperialistischen Ringen in Zentralasien, unserer Position zum Angriffskrieg gegen den Iran, über Themen, die man vertiefen möchte, z. B. die venezolanische und kubanische Revolution, die bürgerliche Revolution in der Schweiz oder wie stehen wir zur KPÖ? Wie stehen wir genau zu Wahlen?
Zusätzlich waren alle voller Stolz und sehr beeindruckt (wenn auch teilweise überwältigt) von der Qualität und Professionalität der Diskussion, den vielfältigen Beiträgen aus allen Regionen, höchst inspiriert von unseren Schülergenossen oder den Berichten aus Betrieben, und davon, dass die Debatte (ganz ohne Quotenregelung) genauso von jungen, neuen wie von älteren Genossen und Genossinnen getragen wurde, und die einen den anderen um nichts nachstanden. Ein (sonst eher ruhiger) neuer Genosse erzählte dann noch, dass er gefüllt mit den Ideen vom Parteitag am Sonntag eine ganze Zugfahrt über mit seiner Mutter politisch diskutierte, ihr eine Zeitung verkaufte und seinen Bruder für die Partei gewinnen möchte. Die tiefe Begeisterung im Raum war spürbar. Es wurde deutlich, dass alle Genossen mit einem neuen Verständnis von unserer Partei, von unserer Bewegung, aus dem Parteitag gegangen sind und dieses auch sofort in die Ortsgruppe getragen haben. Zusammengefasst hat der Parteitag die einzelnen Genossen sowie die Gruppe als Ganzes einen großen Schritt nach vorne gebracht. Um es mit einem Zitat aus der Debatte zu sagen: „Jetzt weiß ich noch mehr, dass ich in der richtigen Partei bin.“
(Funke Nr. 242/24.03.2026)