…wird ein Feuer entfachen!

Gewerkschaft

  • Ein kurzer Einblick in den Betrieb. Diesen Montag den 05.11.2018 kam der Betriebsratsvorsitzende der FSG während der Pause auf mich (Arbeiterbetriebsrat der Opposition ÜLZ -Überparteiliche Liste Zeltweg) zu und fragte, ob wir eine Betriebsversammlung machen sollen. Ich erklärte ihm, dass wir etwas machen müssen, sonst fällt es mir leicht im Bundesvorstand zu argumentieren, dass sich die FSGler quergestellt haben.

    Am Dienstag den 06.11.2018 fand am Betriebsgelände der Sandvik Zeltweg die offizielle Betriebsrätekonferenz der beiden vertretenen Fraktionen statt. Thema: Betriebsversammlung zur aktuellen Lohnrunde. Durch den Denkanstoß der Opposition stimmte die FSG zusammen mit der ÜLZ für eine Betriebsversammlung am heutigen Mittwoch den 07.11.2018. Um auch die Nachmittagsschicht zu erreichen wird der Beginn der Versammlung auf 13.30 Uhr festgelegt. Auf Grund der Erfahrung der letzten Jahre rechnen wir mit einer einstimmigen Zusage zu einem Streik im Betrieb. Die Kollegen gelten als kämpferisch.

    Im Anschluss habe ich den Mitgliedern meiner Fraktion den aktuellen Funke gegeben, damit sie wissen, dass es auch Zeitungen gibt, die sich mit den prekären Arbeitszuständen auseinandersetzen, die aufzeigen und uns im Kampf unterstützen.

    Betriebsversammlung

    Heute am 07.11.2018 fand wie oben angekündigt die Betriebsversammlung statt.

    Die GenossInnen wurden über die Forderungen der Verhandler aufgeklärt und haben diese auch angenommen. Zu einer Streikabstimmung kam es nicht, da die Verhandlungsrunde am 8.11. abgewartet wird. Die Betriebsversammlung wurde nicht beendet, sondern nur unterbrochen. Eine Abstimmung soll noch folgen.

    Auffallend war, dass die voestalpine Eisenbahnsysteme, die am selben Gelände angesiedelt ist, keine Betriebsversammlung abgehalten hat. Ich habe mich auch mit Genossen aus der voestalpine Donawitz in Verbindung gesetzt, die berichten, dass ihr Betriebsrat keine Maßnahmen ergriffen hat, um den Druck auf die Unternehmer zu erhöhen.

    Dieser Umstand führt zu Verunsicherung und Entsolidarisierung zwischen den verschiedenen Metall-Branchen (Erzeugern und Maschinenbau). Genau das ist das Ziel auf das die Unternehmer hinarbeiten: Die Schwächung unserer Branche! Wo ist das Flaggschiff voestalpine, deren Betriebe alle FSG Mehrheit haben? Erst im September gab es einen Beschluss des Bundesvorstandes, dass sich die Betriebe in Punkto Betriebsversammlungen und Arbeitskampf solidarisieren sollen und es kein Ausscheren aus den eigenen Reihen mehr gibt. Am Aktionstag zeigten sich die FSG durch die Bank solidarisch, allen voran die Voest, die sich jetzt scheinbar aus der Affäre zieht. Ist nicht jetzt die Zeit sich kämpferisch zu zeigen? Jetzt heißt es eine Einheit zu bilden, Stärke und Solidarität zu zeigen, uns gegen weitere Kahlschläge zur Wehr zu setzen!

    Glück Auf!
    Dietmar Zechner
    BR-ÜLZ, Sandvik Zeltweg


     

    • Metall: Unternehmer planen KV-Zerschlagung

      Kollektivverträge garantieren vieles, was uns normal scheint, und die Unternehmer im Metallbereich greifen sie direkt an. Höchste Zeit für eine hart geführte Streikbewegung, argumentiert Emanuel Tomaselli.

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    • Sandvik Zeltweg: Chronologie der Mobilisierung

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    • Gegen Ausbeutung und Spaltung: Generalstreik! (Funke Nr. 168)

      Der eiserne Besen der Sicherheit, Ruhe und Ordnung fegt durchs Land. Während eine polizeilich-autoritäre Ordnung gegen alles fremdländische und Unangepasste organisiert wird, zimmern die Schwarz-Blauen eifrig an der lebenslangen Armut und Entrechtung der lohnabhängigen Menschen.

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    • Arbeitskampf: Auf Schiene?

      Eisenbahner. Nachdem die Gespräche für einen neuen Eisenbahn-KV Ende Juni auf Eis gelegt wurden, kommen sie nun wieder langsam ins Rollen. Die Eisenbahner stehen gleich mehrfach unter Druck. Von Emanuel Tomaselli

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    • Serbien: Streik im Magna-Werk in Odžaci

      Am 4. Oktober traten die ArbeiterInnen im Magna Seating Werk in Odžaci spontan in einen wilden Streik. Miodrag Mijatovic von Crvena Kritika, unserer Schwesterzeitung in Serbien, berichtet.

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    • Erfolgreicher Start der Metaller-Streiks! (12. November)

      Am Montag fanden in ca. 70 Betrieben in Österreich erste Warnstreiks statt, bis Mittwoch werden es bundesweit über 200 Betriebe sein, die stundenweise die Arbeit niedergelegt haben werden, um die Forderungen der Gewerkschaften zu bestärken. Tausende Beschäftigte streikten schon heute.

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  • Dieses Flugblatt verteilte der Funke auf der Donnerstags-Demo am 25.10.2018 in Wien

  • Die Frage der Massenstreiks und der Rolle, die sie spielen können, begleitet die Arbeiterbewegung von Anfang an. Auch in Österreich, wo wir derzeit schärfste Angriffe auf die Errungenschaften der Vergangenheit (allem voran der 12-Stunden-Tag) beobachten können, drängt sich die Frage geradezu auf. Ein Text von Rosa Luxemburg mit Einleitung von Willy Hämmerle.

  • An der Spitze der Unternehmer-Verhandler steht heuer Johannes Collini, die Öffentlichkeitsarbeit macht Christian Knill.

  • Der Bürgerblock scheint Österreich fest im Griff zu haben. Doch die Stärke der Regierung liegt in der Feigheit und politischen Orientierungslosigkeit der Opposition.

  • Die diesjährigen KV-Verhandlungen werden zur Nagelprobe, bei der es längst nicht nur um Zehntel-Prozente geht. Können die Unternehmer im Gleichschritt mit Kurz und Strache die angestrebte Diktatur über die Arbeitsbeziehungen errichten? Emanuel Tomaselli erläutert die Ausgangslage und argumentiert dafür, den Kampf jetzt energisch vorzubereiten. 

  • Unter dem Motto „Miteinander Weiterkämpfen“ fand am 18. September in Wien die „Erste österreichweite KV-VerhandlerInnen-Konferenz“ statt. 900 Betriebsrätinnen und Betriebsräte bildeten die Kulisse für die gewerkschaftsübergreifende Kampfansage an die Unternehmer und ihre Regierung. Die Funke-Redaktion berichtet und argumentiert, warum wir für den Generalstreik offen rüsten sollten.

  • Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Über unterschiedlichste Kanäle erreichten uns Berichte über die Erfahrungen rund um die ÖGB-Großdemo am 30. Juni.

  • Ein CGT-Eisenbahner aus Marseille im Interview mit unserer Zeitung.

  • Frankreich. In den Gewerkschaften beginnt die Basis nach monatelangen Streiks ihre Strategie zu hinterfragen. Ein Bericht von Hannah Ernst und Rafael Lins.

  • Mitte Juli wurden mehrere AktivistInnen der linken Gewerkschaft RMT, darunter ihr stellvertretender Generalsekretär Steve Hedley, von faschistischen Schlägern überfallen und brutal verprügelt. Die GewerkschafterInnen kehrten gerade von einer antifaschistischen Demonstration zurück und befanden sich friedlich sitzend in einer Bar.

  • Die größte Demo seit 15 Jahren liegt hinter uns – die sozialen Angriffe gehen weiter. Wir müssen am Drücker bleiben.

  • Die Einbeziehung der Spitzen der Gewerkschaften in die politische Entscheidungsfindung war nach dem Zweiten Weltkrieg eine Notwendigkeit zum kapitalistischen Wideraufbau des Landes. Nach der Erfahrung eines Jahrzehntes von Faschismus und Krieg musste man die Betriebsräte und Gewerkschaften in die Wiedererrichtung einer „demokratischen“ Staatlichkeit einbauen.

  • Die soziale Frage und der Klassenkampf sind mit einem Knall auf die Bühne der österreichischen Gesellschaft zurückgekehrt. Mehr als 100.000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen das Gesetz zu 12-Stunden tägliche und die 60-Stunden wöchentliche Höchstarbeitszeit. Ein Bericht der Funke-Redaktion.

  • Der Verfasser dieses Pamphlets, Harry DeBoer, war Marxist und ein Anführer der großen beispielhaften Teamster Streiks 1934, die die Basis für die Gründung der großen Industriegewerkschaften in den USA legten. Es gibt selbstverständlich einige Unterschiede in der Situation in den USA der 1930er und heute in Österreich, doch die grundlegende Dynamik zwischen ArbeiterInnen und UnternehmerInnen bleibt gleich.

  • Finde hier eine Übersicht über alle Artikel und Aktivitäten des Funke rund um den Angriff der schwarz-blauen Regierung zur Einführung des 12-Stunden-Tages.

  • Die Industriellen und ihre Regierung agieren brutal und rücksichtslos in der Durchsetzung ihrer Interessen. Sie sagen „modern“ und meinen damit den gesundheitsgefährdenden 12-Stunden-Tag. Sie sagen „freiwillig“ und „flexibel“ und meinen damit ihre unbeschränkte Befehlsgewalt über unsere Arbeitszeiten.

  • Am Montag, den 25.6.2018, platzte die Zentrale des Österreichischen Gewerkschaftsbundes aus allen Nähten. Mehr als 1200 Vertreter aus Betrieben und Gewerkschaft kamen zur Konferenz in Wien, um den Widerstand gegen den 12-Stunden-Tag zu besprechen.

  • Um den Kampf gegen den sozialen Kahlschlag der Regierung auch in Niederösterreich zu eröffnen, fanden sich am Montag mehr als 1.600 Menschen vor der Arbeiterkammer in St. Pölten ein. Ein Bericht von Martin Halder.

  • Mehr als 1000 Betriebsräte strömten in die Kürnberghalle/Leonding, um sich zu den Angriffen der Regierung zu informieren und den kommenden Kampf zu beratschlagen. Emanuel Tomaselli berichtet.