Die revolutionäre Massenbewegung im Irak (siehe auch: Der Funke, Nr. 178) hinterläßt in der gesamten Gesellschaft seine Spuren.

 

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Das Regime in Bagdad, das sich in den letzten Jahren vor allem auf die Spaltung der Bevölkerung stützte, wurde durch den solidarischen Kampf von Menschen unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher Religion oder nationaler Herkunft tief erschüttert.

Doch das bleibt natürlich nicht ohne Widerstand der Herrschenden. Der einflussreiche Prediger Muqtada al-Sadr rief auf Twitter dazu auf, die „Geschlechter zu trennen“.

Als Reaktion darauf gingen am 13. Februar im ganzen Land tausende Frauen aber auch Männer auf die Straße. Ihre Botschaft war eindeutig: Wir lassen uns nicht länger unterdrücken. Eine junge Aktivistin drückte es so aus:

„Das Ziel unseres Protestes ist es, dass wir gleichberechtigt mit den Männern dabei sind, zu protestieren und die Rechte einzufordern, die uns seit Jahren verwehrt werden. Ich bin glücklich, dass ich an der Demonstration teilnehme, sie beweist, wie wir alle, Männer und Frauen, uns gegenseitig unterstützen. Vereint stehen wir, getrennt fallen wir!“

(Funke Nr. 181, 25.2.2020)


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