Warum ich mich organisiert habe – Marc Andre


Ich bin schon lange dem Gefühl nach her links und eher für Gerechtigkeit und dem Einsatz für Randgruppen in der Gesellschaft, da ich auch selbst aus einer teils eher armen Familie komme, die fast auf der Straße gelandet wäre. Bestätigt hat sich das Gefühl, als ich angefangen habe, Social Media zu benutzen und zu erfahren was überhaupt Politik, Aktivismus, usw. ist. Ab da war ich auch “nur” bauch-links, also ich habe mich zwar schon eingesetzt für Minderheiten, aber ohne zu wissen, was dahintersteckt und wie es überhaupt passieren kann, dass Menschen einfach missachtet und belächelt werden, für das, was sie sind.
Irgendwann habe ich angefangen mich mehr und mehr mit Politik auseinander zu setzen und hab den Kommunismus gefunden, Erklärungen für Klassen und generell für das System, in dem wir leben – ein System in dem nur wenige “reich” werden können und damit auch mehr Macht haben als der andere Teil der Gesellschaft. Rund 1-2 Jahre habe ich mich mehr und mehr mit Marxismus auseinandergesetzt, ohne richtig aktiv zu werden. Nach dem 1. Mai 2026 bin ich dann der RKP auf Instagram gefolgt, die mir daraufhin geschrieben hat. Ich war auf meinen ersten Demonstrationen und hab mehr Menschen kennengelernt, die so denken wie ich und von denen ich lernen kann, was es bedeutet, sich Kommunist, organisiert oder Marxist zu nennen. Diese Menschen haben mir gezeigt, dass wenn man sich zusammen organisiert, man auch was bewirken kann und dabei den Spaß am Leben nicht verlieren muss, diese Menschen haben mir gezeigt, dass man keine Angst haben muss, sich für Marginalisierte einzusetzen und Hoffnung zu verbreiten, Hoffnung für eine bessere Welt in der alle und nicht nur einzelne glücklich sein können.
Marc Andre aus Wien
(Funke Nr. 246/03.09.2026)