1. Mai 2026: Jugend sucht Antworten! Wir brauchen die Revolution!


Der Krisenkapitalismus verlangt ernsthafte Ideen und radikale Antworten für die Arbeiterklasse und Jugend. Genau das kann die RKP bieten, und so feierten wir einen optimistischen, kämpferischen und sehr erfolgreichen 1. Mai mit Rekordergebnissen. Von Yola Kipcak.
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Imperialistische Kriege, steigende Inflation, Massenentlassungen: das ist die kapitalistische Realität. Die Sozialdemokratie, anstatt den Klassenkampf dagegen zu organisieren, ist fest in die Regierung eingebunden und trägt Sparprogramme und Rassismus mit. Das prägt die politische Situation in Österreich.
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Doch überall gab es radikale Jugendliche und Arbeiter, die klassenbewusst am 1. Mai auf die Straße gingen, um Antworten zu suchen und zu kämpfen – die RKP mittendrin dabei. Hier sind die Vorboten von großen künftigen Kämpfen!
Die Stimmung bei den rotwürdigen Mai-Aufmärschen der SPÖ im ganzen Land war angesichts der sozialen Angriffe, die die Partei in der Regierung durchführt, gedämpft. Vor allem jene, die in direkten oder indirekten finanziellen Abhängigkeitsverhältnissen zur SPÖ stehen (Gemeindebedienstete, Funktionäre, Subventionierte usw.), gingen pflichtbewusst auf die Straße und füllten die Reihen und Bierbänke.
Aber selbst der Fackelzug der Sozialistischen Jugend Wien am 30. April, der mit „Nieder die Waffen!“ ein brennendes, aktuelles Thema aufgriff und noch dazu sein 100-jähriges Jubiläum feierte, war nicht merklich größer, als in den letzten Jahren.
Die Feiertagsreden der SPÖ-Parteigranden boten triste bis reaktionäre Botschaften: Wiens Bürgermeister Ludwig in Wien genauso wie Vizekanzler Babler und Finanzminister Marterbauer in Traiskirchen (NÖ) beschworen die „Vernunft“, mit der rote Minister in der Regierung die Kürzungspolitik durchführen.
In OÖ will Landesrat Martin Winkler die FPÖ mit „wahrem“ Österreichpatriotismus bekämpfen. Nicht den Kriegstreibern, den Rassisten und Profitgeiern in Österreich wurde der Krieg erklärt – sondern den Mullahs.

ÖGB-Chef Katzian verbrachte seine Redezeit am Wiener Rathausplatz nicht damit, den katastrophalen Lohnabschlüssen unter der Inflation eine Abfuhr zu erteilen, sondern um dem künftigen, vielleicht möglicherweise durchzusetzenden, EU-Lohntransparenzgesetz zu huldigen.
Politischer Kritik wurde ein enger Rahmen gesetzt. Die Genossen der SJ Simmering trugen ein Banner mit der Aufschrift: „Keine Bühne für Völkermord! Israel raus aus dem ESC!“ – ihre Parteigenossen schickten Ordner und Polizei, um das Banner vorm Einzug auf den Wiener Rathausplatz zu entfernen, öffentliche Distanzierungsmeldungen aus der Bezirkspartei folgten auf dem Fuß.
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Diese krampfhaften Bemühungen um sozialen Frieden, um jede Regung des Klassenkampfes zurückzuhalten, haben jedoch ein Ablaufdatum.
Die KPÖ fühlt sich in ihrer Rolle als Alternative zur Sozialdemokratie nicht wohl: Denn die Krise und der Sparzwang erfordert Klassenkampf; und den zu organisieren braucht härtere Positionierungen als Neutralität und Pazifismus.
In Graz findet am 28. Juni die Gemeinderatswahl statt – die KPÖ hat gute Chancen, einen Sieg mit großem Vorsprung davon zu tragen. Genosse Krotzer erklärte: „Graz steht als gallisches Dorf in einer Welt der Elon Musks und Donald Trumps. Ob Graz ein gallisches Dorf bleibt, entscheidet sich am 28. Juni.“
Doch wo bleibt der Zaubertrank für das gallische Dorf? Das Schuldenloch der Stadt groß und die Bürgerlichen machen Druck auf Sparpolitik. Genossin Elke Kahr drosselte in ihrer 1. Mai-Rede vor allem die Erwartungen „in einem schwierigen Umfeld“. In der online-Transkription der Rede ist jener Teil ausgespart, in dem sie Investitionen, wie sie bisher getätigt wurden, eine Absage erteilt.
Die Kapitalisten meinen es ernst mit dem Klassenkampf von oben – es rettet uns kein hö’hres Wesen und auch kein Zaubertrank. Die Antwort der Arbeiterklasse muss entschlossen sein und organisiert werden, wenn man nicht von asozialer Profitgier unterbuttert werden will.
Die Genossen müssen den Kampf beginnen, indem sie der Öffentlichkeit die Wahrheit sagen. Banken und Rechnungshof erpressen die Stadt – das ist nicht (nur) eine politische Entscheidung der Landes- und Bundesregierung, sondern eine Klassenfrage, die nicht durch kleine Zusatzsteuern, Umschichtungen oder Reförmchen beantwortet werden kann!

Der allgemeine Zustand der organisierten Linken ist von politischer Ideenlosigkeit geprägt, aber eine wachsende Schicht an jungen Menschen ist bereit, zu kämpfen: Das war auch am 1. Mai sichtbar.
Die Internationalistische Demo in Wien war, wie schon die letzten Jahre, laut und lebendig, mit mehreren tausend Teilnehmern. Selbst die anarchistische MayDay-Demonstration füllte sich wieder auf ca. 800 Personen, seit die Organisatoren ihre pro-zionistische-Haltung bewusst kaschieren. Auch in Linz gab es, neben den traditionellen Demonstrationen einen anarchistischen Marsch mit ca. 80 Personen.
In Kärnten, wo es keine Tradition kämpferischer Demos gibt, kamen insgesamt 30 Interessierte zur RKP-Kundgebung gegen Krieg und die Epstein-Klasse – ein großer Erfolg. Wir hoffen, dass sich nächstes Jahr auch andere Organisationen der Arbeiterbewegung dazu entschließen werden, sicher dieser neuen Tradition anzuschließen.
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Die von uns initiierte Bündnis-Demonstration in Bregenz war die kämpferischste und größte seit zumindest 25 Jahren. Ganz im Sinne internationalistischer Solidarität beteiligten sich Genossen an Bregenz an der 1.Mai-Demonstration in Lindau, einer deutschen Grenzstadt in der Nähe – und ca. 15 Personen zogen von dort direkt weiter zum Marsch in Bregenz.
Der Durst nach ernsthaften Antworten war überall spürbar: Wir führten hunderte Gespräche, viele Leute besuchten unsere Straßenfeste, um sich mit marxistischer Literatur und unserer Zeitung einzudecken und länger zu diskutieren. Am RKP-Straßenfest in Wien verdoppelten sich die Literaturverkäufe im Vergleich zum Vorjahr!
Die RKP beteiligte sich an 16 Demonstrationen in 10 Städten und war zusätzlich auf mehreren Mai-Festen zugegen: In Wien, NÖ (St. Pölten, Hirtenberg), Graz, Innsbruck, Salzburg, Linz, Bregenz, Lindau und Klagenfurt.
Knapp 1200 Personen kauften den aktuellen Funke, ein historischer Rekordwert! Insbesondere der kämpferische Auftritt in Innsbruck, wo wir auch eine Rede hielten, schien Anklang zu finden – 78 Personen holten sich eine Zeitung, so viel wie noch nie. Österreich spendeten viele solidarische Menschen zur Unterstützung unsere Pfingstseminars, darunter grandiose Unterstützung aus Linz von über 1000€.
Die RKP-Straßenfeste entwickeln sich zu einem fixen Bestandteil des 1. Mais.

Graz kamen Freunde und Genossen aus der Palästinabewegung zum Fest und in Wien bereicherten insgesamt deutlich über 500 Personen das Fest: Freunde, Nachbarn, Abonnenten und Interessierte genossen die politischen Reden, führten Gespräche bei Grill und Getränken und lauschten dem Programm, darunter eine Lesung von Adreas Pittler, Arbeiterliedersingen und ein Auftritt der Band „diese roten Pisser“.

Auch in Bregenz veranstalteten wir ein 1. Mai-Fest am Bodensee, einen idyllischeren und schöneren Ausklang konnten sich die etwa 80 Teilnehmer an diesem erfolgreichen und kämpferisch begangenen Tag nicht wünschen.
Insgesamt gehen wir nach diesem solidarischen und starken 1. Mai voll Zuversicht auf die turbulente nächste Zeit zu.
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