Hände weg von Ehsan Ali und dem AAC: Internationaler Aktionstag am 9. April!


Ehsan Ali und weitere führende Mitglieder des Awami Aktionskomitees (AAC) in der von Pakistan verwalteten Region Gilgit-Baltistan wurden erneut verhaftet. Die Revolutionäre Kommunistische Internationale (RKI) organisiert eine Solidaritätskampagne, um die Freilassung der Genossen zu erreichen, beginnend mit einem internationalen Aktionstag am 2. April. Freiheit für Ehsan Ali! Hände weg vom AAC!
Es ist nicht das erste Mal, dass Genossen des AAC-GB staatlicher Repression ausgesetzt sind. Im vergangenen Jahr waren sie einer Welle von Verhaftungen ausgesetzt, und 15 führende Mitglieder verbrachten Monate im Gefängnis. Nach einer erfolgreichen internationalen Kampagne, die von Hunderten prominenten Aktivisten, Gewerkschaftler und Politiker unterstützt wurde, konnten wir die Freilassung aller AAC-Mitglieder erreichen.
Wir haben unsere Genossen schon einmal befreit, und wir werden es wieder tun. Aber wir brauchen eure Hilfe!
Damit diese Kampagne erfolgreich sein kann, brauchen wir so viel Solidarität und Druck wie möglich. Wir rufen daher unsere Leser und Leserinnen dazu auf, die folgenden Schritte zu unternehmen, um uns zu unterstützen:
Am Dienstag, dem 10. März, wurde Genosse Ehsan Ali, Vorsitzender des Awami Action Committee (AAC) in Gilgit-Baltistan und einer der führenden Köpfe der Inqalabi Communist Party (RCP) in Pakistan, bei einer nächtlichen Razzia in seinem Haus festgenommen.
Mehrere weitere führende Mitglieder des AAC wurden ebenfalls festgenommen, darunter Nusrat Hussain, Mehboob Wali, Nafees Advocate und Mehar Ali. Andere werden weiterhin verfolgt und mussten untertauchen.
Den AAC-Führern wird gemäß dem Anti-Terrorismus-Gesetz sowie den Paragraphen 153-A und 506 des pakistanischen Strafgesetzbuchs, die sich mit der Straftat der Anstiftung zur Gewalt befassen, Anklage erhoben.
Was ist die „Rechtfertigung“ für diese empörenden Anschuldigungen?
Einerseits führt das Regime in Pakistan eine massive Erhöhung der Energiepreise durch und versucht präventiv, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Die Preiserhöhung ist zum Teil eine Folge des imperialistischen Krieges der USA und Israels gegen den Iran, der die Energiemärkte ins Chaos gestürzt hat.
Angesichts des tobenden Iran-Krieges und eines drohenden neuen Konflikts mit Afghanistan nutzt das Regime den Konflikt als Vorwand, um alte Rechnungen zu begleichen. Die gleiche Strategie wandte es bereits während des kurzen indisch-pakistanischen Krieges im vergangenen Jahr an.
Der Krieg im Iran hat auch in Pakistan Empörung unter der Bevölkerung ausgelöst, die großes Mitgefühl für die Menschen im Iran und in Palästina empfindet. Seit dem 1. März gab es große Proteste gegen diesen Krieg, die von den Sicherheitskräften angegriffen wurden, unter anderem in Gilgit-Baltistan, wo mindestens 14 Menschen von den Behörden getötet und viele weitere verletzt wurden.
Vor seiner Verhaftung nutzte Ehsan Ali seine Plattform, um sich gegen die Tötung dieser Demonstranten durch die staatlichen Behörden auszusprechen, und versuchte, vor Provokationen zu warnen, die konfessionelle Spaltungen schüren könnten. Außerdem besuchte er die Verletzten in einem Krankenhaus in Gilgit.
Wer ist wirklich für „Terrorismus“ und „Anstiftung zur Gewalt“ verantwortlich?
Am 8. März wurden führende Vertreter des Awami Action Committee in Gilgit-Baltistan, darunter Ehsan Ali, zu einem Iftar-Essen eingeladen, bei dem sie die Tötungen verurteilten und mögliche AAC-Proteste gegen Preiserhöhungen, das Landreformgesetz und andere Themen, die die breite Bevölkerung betreffen, diskutierten.
Dies war der Auslöser für die Verhaftung der Genossen zwei Tage später.
Ehsan Ali und weitere führende Mitglieder des AAC wurden am 18. März unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vor das Anti-Terror-Gericht in Gilgit gestellt. Ihre Untersuchungshaft wurde verlängert, damit die Polizei mehr Zeit für ihre vorgetäuschte „Ermittlung“ hat.
Ehsan Ali, der in seinen Sechzigern ist, wird unter sehr schlechten Bedingungen festgehalten, und sein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert. Trotz der zweifachen Anordnung eines Richters (am 11. März und am 18. März) wurde er nicht ins Krankenhaus überführt.
Schließlich erkrankte er an einer Lungenentzündung und verlor auf der Polizeiwache das Bewusstsein. Erst dann wurde er zur Notfallbehandlung ins Krankenhaus gebracht.
In der gesamten Region fanden bereits Proteste statt, bei denen die Freilassung der Genossen gefordert wurde, darunter ein Solidaritätsstreik von Anwälten in Gilgit-Baltistan am 16. März.
Ehsan Ali wurde am 26. März in einem Krankenwagen zu seiner verspäteten Anhörung gebracht. Der Richter selbst bemerkte vor Gericht, dass die Anklage der Polizei ungerechtfertigt sei und dass das Treffen bei einem Iftar-Abendessen nicht einmal ein einfaches Vergehen darstelle, geschweige denn eine terroristische Aktivität.
Obwohl Ehsan Alis Anwälte einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution stellten, verlängerte der Richter (unter Druck der Behörden) die Polizeigewahrsam bis zum 9. April. Normalerweise beträgt die Dauer der Untersuchungshaft in Polizeigewahrsam maximal 14 Tage, doch aufgrund neuer Gesetze kann diese in Terrorismusfällen auf 90 Tage verlängert werden.
Aus Gilgit-Baltistan ist ein schockierender Bericht zu uns gelangt. Amara Sattar, die stellvertretende Polizeichefin (SDPO) von Danyor im Bezirk Gilgit, wurde über den kritischen Gesundheitszustand von Ehsan Ali informiert. Man teilte ihr mit, dass eine gerichtliche Anordnung seine Einlieferung ins Krankenhaus verlange. Ihre Antwort:
„Lassen Sie es sein, es gibt Anweisungen von oben (gemeint ist der Militärgeheimdienst) … lassen Sie ihn sterben.“
Dieses empörende Vorgehen zeigt, wie dringend unsere Kampagne ist – es geht buchstäblich um Leben und Tod. Die Justiz und die sogenannte „Rechtsstaatlichkeit“ sind eine Farce, denn die Richter bekommen hinter den Kulissen von den Generälen Anweisungen. Diese Gangster hoffen, dass Ehsan Ali im Gefängnis stirbt: nichts weniger als staatlich sanktionierter Mord für das „Verbrechen“, sich für die Arbeiter und Armen eingesetzt zu haben.
Das ist die Situation, mit der die Mitglieder des Awami Aktionskomitees und alle Menschen konfrontiert sind, die der Willkür des kriminellen Regimes in Pakistan ausgeliefert sind, während die Generäle und kapitalistischen Superreichen das Land ausplündern und die Massen ungestraft terrorisieren.
Wir rufen erneut alle unsere Genossen, Leser und Unterstützer auf, sich uns am Donnerstag, dem 2. April, zu unserem internationalen Aktionstag anzuschließen, an dem wir uns vor den diplomatischen Vertretungen Pakistans auf der ganzen Welt versammeln und laut und klar sagen: Freiheit für Ehsan Ali! Hände weg vom AAC!
Die Genossen der RKI haben einen äußerst erfolgreichen internationalen Aktionstag veranstaltet und vor über 20 pakistanischen Botschaften, Konsulaten und Hochkommissariaten in weit über einem Dutzend Ländern protestiert: von Österreich bis Australien! Den vollständigen Bericht könnt ihr hier lesen.
Genocide Watch, eine internationale Beobachtungsstelle für Völkermord und Gewaltverbrechen, hat einen detaillierten, kritischen Bericht über die unterdrückerische Politik Pakistans gegenüber Gilgit-Baltistan veröffentlicht. Die Organisation fordert die sofortige Freilassung von Ehsan Ali und allen inhaftierten führenden Mitgliedern des Awami Aktionskomitees.
Die Organisation verwendet eine 10-Punkte-Skala, um das Risiko von Völkermord einzustufen. Gilgit Baltistan wird unter Punkt 3 (Diskriminierung), Punkt 5 (Organisation) und Punkt 8 (Verfolgung) eingestuft. Damit werden die systematische politische Unterdrückung der Bevölkerung der Region, die gegen sie ausgeübte staatliche Gewalt und der gewaltsame Raub ihres Landes und Eigentums anerkannt.
Die Verfolgung des Awami Aktionskomitees ist Teil dieser Kampagne der Unterdrückung und Einschüchterung. Es handelt sich um einen Versuch, abweichende Meinungen gewaltsam zu unterdrücken und den Menschen in Gilgit-Baltistan ihre Stimme sowie jegliche Mittel zum friedlichen Widerstand gegen die Unterdrückung zu rauben. Laut Genocide Watch begünstigen diese Umstände ein ernsthaftes Risiko von Massengewalt.
In dem Bericht wird festgehalten:
„Die willkürliche Festnahme von Ehsan Ali und anderen Führungskräften des AAC-GB ist Teil der seit langem andauernden staatlichen Unterdrückung politischer Opponenten unter dem Vorwand falscher Anschuldigungen wegen ‚Terrorismus‘. (…) Pakistan hat seine Bemühungen zur Unterdrückung abweichender Meinungen während des Iran-Kriegs verstärkt (…) Preiserhöhungen bei den staatlich kontrollierten Energiepreisen und wachsende Besorgnis über Pakistans Krieg mit Afghanistan haben die Unterdrückung der Opposition durch die Regierung verschärft.“
Genocide Watch gibt folgende empfohlene Maßnahmen bekannt:
Während sich das pakistanische Regime für seine Rolle bei der Vermittlung des zweiwöchigen Waffenstillstands im Iran-Krieg auf die Schulter klopft (der gerade in diesem Moment dank der Bombardierung des Libanon durch die IDF auseinanderfällt), wurde die Anhörung von Ehsan Ali erneut auf den 20. April verschoben. Es scheint wahrscheinlich, dass die Polizei die Angelegenheit über die gesamten 90 Tage hinausziehen wird, die nach den Anti-Terror-Gesetzen zulässig sind.
Zudem versucht sie, die Kaution im Fall aus dem letzten Jahr aufzuheben, dessen Prozess nie wirklich begonnen hat und nach mehreren Monaten immer noch aussteht.
Mit anderen Worten: Das Regime nutzt jedes ihm zur Verfügung stehende bürokratische Mittel, um Ehsan Alis Inhaftierung in die Länge zu ziehen. Sein Ziel ist es, wie wir bereits erfahren haben, ihn im Gefängnis sterben zu lassen. Wir haben nicht vor, tatenlos zuzusehen und dies zuzulassen.
Unser internationaler Aktionstag am 2. April war ein großer Erfolg, und wir haben einige namhafte Persönlichkeiten für die Kampagne gewinnen können. Allein in der letzten Woche erhielten wir einen verurteilenden Bericht der NGO Genocide Watch, eine Videobotschaft von Kshama Sawant und Unterstützung vom internationalen Komitee der Democratic Socialists of America. Aber wir müssen den Druck aufrechterhalten, um Gerechtigkeit zu erlangen!
Die wöchentlichen Proteste vor den pakistanischen Botschaften, Konsulaten und Hochkommissariaten werden fortgesetzt, und wir werden die Liste der prominenten Persönlichkeiten und Organisationen, die uns unterstützen, erweitern, um sicherzustellen, dass diese anhaltende Ungerechtigkeit weiterhin im Blickpunkt der Öffentlichkeit bleibt.
Gilgit-Baltistan ist eine Verwaltungsregion Pakistans. Korruption, Ausbeutung und Plünderungen haben die Region in extreme Armut und Rückständigkeit gestürzt, obwohl das Gebiet reich an natürlichen Ressourcen ist, insbesondere an Bodenschätzen und Wasser.
Das Verwaltungsregime plündert Gilgit-Baltistan im Auftrag seiner Herren in Islamabad ununterbrochen. Die Einheimischen werden ihrer Lebensgrundlagen und ihres Landes beraubt, und das lebendige lokale Ökosystem wurde zerstört.
Ehsan Ali (von der RCP) gründete 2014 in Gilgit-Baltistan ein Awami Action Committee (eine Art kommunale Verteidigungsorganisation).
Das AAC-GB kämpft seit über einem Jahrzehnt unermüdlich für die einfachen Menschen und setzt sich für demokratische Rechte, die Beibehaltung von Subventionen für lebenswichtige Güter wie Weizenmehl sowie die Bereitstellung grundlegender Gesundheits- und Bildungseinrichtungen für die Bevölkerung der Region ein.
Das AAC-GB hat sich zudem gegen die Umweltzerstörung gewehrt, die dem Gebiet durch intensive kapitalistische Ausbeutung zugefügt wurde.
Der Staat reagierte darauf, indem er zunächst Ehsan Ali auf die berüchtigte „Fourth Schedule“-Liste setzte, eine Anti-Terror-Maßnahme, die seine Bewegungsfreiheit stark einschränkte.
Am 15. Mai 2025 folgte dann eine Verhaftungswelle, die sich gegen führende Mitglieder des AAC-GB richtete, mit dem Ziel, die Organisation zu zerschlagen. Insgesamt wurden 15 Personen in Gewahrsam genommen und nach der Anti-Terror-Gesetzgebung vor Gericht gestellt, was bedeutete, dass ihnen die Freilassung gegen Kaution verweigert wurde.
Anhänger des AAC in Gilgit-Baltistan versammelten sich, um die Freilassung der Inhaftierten zu fordern. Sie veranstalteten riesige Kundgebungen und Sitzstreiks im Gebiet, viele davon unter der Führung von Frauen. Die RCP organisierte zudem große Proteste in ganz Pakistan sowie im besetzten Kaschmir. Der Staat reagierte mit Verhaftungen, Folter, Drohungen und der Schürung religiösen Sektierertums.
Die RKI führte eine weltweite Solidaritätskampagne, in deren Rahmen Genossen Hunderte von Protestbriefen verschickten, unzählige Telefonanrufe tätigten und wiederholt Kundgebungen vor diplomatischen Vertretungen Pakistans auf der ganzen Welt veranstalteten.
Unsere Kampagne wurde von Aktionsgruppen, führenden Aktivisten, Politikern und Gewerkschaften unterstützt, die Millionen von Arbeiter auf der ganzen Welt organisieren, darunter der Vorsitzende der Amazon Labor Union, Chris Smalls, die Stadträtin von Seattle, Kshama Sawant, und der renommierte Akademiker Slavoj Žižek. Außerdem erhielten wir Rückendeckung von Gewerkschaften und Organisationen, die Millionen von Arbeitern vertreten.
Dies war ein konkreter Beweis für die Kraft der internationalen Solidarität der Arbeiterklasse, die wir erneut mobilisieren wollen, um die Freilassung der Genossen zu erwirken.
Wir werden nicht ruhen, bis alle führenden Mitglieder des AAC-GB freigelassen sind und die Repression gegen sie beendet ist.
Wir sagen: Die Bosse und Generäle sind die wahren Terroristen!
Freiheit für Ehsan Ali! Hände weg von dem AAC!
Schließlich wurden nach fast drei Monaten Protest alle politischen Gefangenen der AAC-GB gegen Kaution freigelassen.
Es ist hilfreich neben E-Mails den Protestbrief auch per Post zu übermitteln (die Postadresse findet sich hier).
Betreff: DRINGEND: Freilassung von Ehsan Ali und den verhafteten Anführern des Awami-Aktionskomitees Gilgit-Baltistan
CC: Pakistanisches Außenministerium (spokesperson.office1@mofa.gov.pk), Innenministerium (dslaw2@interior.gov.pk), Oberster Minister in Gilgit-Baltistan (info@gilgitbaltistan.gov.pk), aac-solidarity@rkp.red
Sehr geehrter Herr Botschafter,
Sehr geehrter Herr Aftab Ahmad Khokher,
Im Namen von [Organisation/Gewerkschaft/Partei…] möchte ich unsere große Besorgnis über die jüngste Festnahme und Inhaftierung prominenter Mitglieder des Awami Aktionskomitees in Gilgit-Baltistan (AAC-GB) durch die pakistanischen Behörden zum Ausdruck bringen.
Am 10. März verhaftete die pakistanische Polizei mehrere führende Mitglieder des Komitees, unter anderem:
Diese Personen wurden nach dem Antiterrorgesetz sowie gemäß den Paragraphen 153-A und 506 des pakistanischen Strafgesetzbuchs angeklagt, nachdem sie an einem Iftar-Essen teilgenommen hatten, um über Preissteigerungen, das Landreformgesetz und andere Themen zu diskutieren. Dies ist ein eindeutiger Verstoß gegen die demokratischen Rechte dieser Personen, und wir fordern ihre sofortige Freilassung.
Der Richter räumte am 26. März bei Ehsan Alis Anhörung sogar ein, dass die Teilnahme an einem Iftar-Essen kein „einfaches Vergehen“ darstellt, geschweige denn einen terroristischen Akt.
Diese Festnahmen sind völlig unbegründet, und wir fordern Sie dringend auf, gegen diese offensichtliche Ungerechtigkeit vorzugehen. Ehsan Ali befindet sich in einem gesundheitlich schlechtem Zustand, da er sich bereits in Haft eine Lungenentzündung zugezogen hat. Sein Leben könnte in Gefahr sein, wenn diese Situation andauert.
Es wird berichtet, dass Amara Sattar, der stellvertretende Polizeichef (SDPO) von Danyor im Bezirk Gilgit, über Ehsan Alis kritischen Gesundheitszustand, der eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich macht, informiert wurde und darauf antwortete: „Lassen Sie es sein, es gibt Anweisungen von oben … lassen Sie ihn sterben.“
Hintergrund dieser Verhaftung
Herr Ehsan Ali ist ständigen Schikanen durch staatliche Behörden ausgesetzt. Im vergangenen Jahr wurde er auf die sogenannte „Fourth Schedule“ Liste gesetzt – eine Rechtsvorschrift, die die Bewegungsfreiheit stark einschränkt und ursprünglich zur Überwachung mutmaßlicher Terroristen gedacht war. Dies stellt einen groben Missbrauch der Anti-Terror-Gesetzgebung gegen legitime politische Organisatoren dar.
Anschließend verbrachte er drei Monate im Gefängnis, nachdem er am 16. Mai 2025 festgenommen worden war. 14 weitere Personen wurden ebenfalls unter Berufung auf die Anti-Terror-Gesetzgebung inhaftiert. Die Festnahmen erfolgten im Anschluss an eine legitime politische Versammlung, die für den 24. und 25. Mai in Skardu angesetzt war, um Themen von entscheidender Bedeutung für die Bevölkerung von Gilgit-Baltistan zu erörtern, darunter:
Ehsan Ali und die anderen führenden Mitglieder der AAC wurden schließlich am 14. August gegen Kaution freigelassen, was zeigt, dass die gegen sie erhobenen Vorwürfe völlig unbegründet waren. Auch diese neuen Festnahmen sind völlig unbegründet, und wir bitten Sie dringend, gegen diese offensichtliche Ungerechtigkeit einzuwirken.
Demokratische Rechte und internationale Richtlinien
Das AAC-GB hat friedliche Proteste organisiert und dabei bedeutende Erfolge für die Menschen in Gilgit-Baltistan erreicht:
Bei diesen Aktivitäten handelt es sich um legitime politische Organisierung und Interessensvertretung, die nach pakistanischem Recht und internationalen Menschenrechtsstandards geschützt werden müssen, darunter:
Forderungen der Kampagne
In Anbetracht der obigen Ausführungen fordere ich als Unterstützer der Solidaritätskampagne für das AAC-GB folgende Punkte:
Internationale Aufmerksamkeit
Zudem möchte ich Sie darüber informieren, dass dieser Fall international große Aufmerksamkeit erregt hat (und es weiter tut). Viele Gruppen teilen diese Anliegen:
Die anhaltende Inhaftierung dieser Aktivisten schadet dem internationalen Ruf Pakistans und untergräbt sein Engagement für eine demokratische Staatsführung und die Menschenrechte.
Aufruf zum Handeln
Ich bitte Sie darum:
Zusammenfassung
Die Menschen in Gilgit-Baltistan verdienen die gleichen demokratischen Rechte und Freiheiten, die alle pakistanischen Bürger genießen. Die Kriminalisierung von friedlicher politischer Organisierung schafft einen gefährlichen Präzedenzfall und untergräbt die demokratischen Institutionen Pakistans.
Wir erwarten Ihr schnelles Eingreifen in dieser Angelegenheit und eine Rückmeldung über die Schritte, die unternommen wurden, um die Freilassung dieser engagierten kommunalen Vertreter zu erwirken.
Die internationale Gewerkschaftsbewegung ist solidarisch mit den Aktivisten in Gilgit-Baltistan, und wir werden diese Situation weiterhin aufmerksam verfolgen.
Hochachtungsvoll,
[akademischer Grad, Name]
[Organisation bzw. Funktion]
[Kontaktdetails]
CC: Pakistanisches Außenministerium (spokesperson.office1@mofa.gov.pk), Innenministerium (dslaw2@interior.gov.pk), Oberster Minister in Gilgit-Baltistan (info@gilgitbaltistan.gov.pk), aac-solidarity@rkp.red
Your Excellency,
Re: Urgent Appeal for the Release of Detained Leaders of Awaami Action Committee Gilgit-Baltistan
We, on behalf of [your organisation], write to express our grave concern regarding the recent arrest and detention of prominent leaders of the Awaami Action Committee Gilgit-Baltistan (AAC-GB) by Pakistani authorities.
Details of Concern
On 10 March, Pakistani police arrested several leading figures, including:
These individuals have been charged under the Anti-Terrorism Act, along with sections 153-A and 506 of the Pakistan Penal Code, after attending an iftar dinner to discuss price hikes, the Land Reform Act and other issues. This is a clearly unjustified attack on these individuals‘ democratic rights and we demand their immediate release.
The judge at Ehsan Ali’s hearing on 26 March even acknowledged that attending an iftar dinner does not constitute a “simple crime”, let alone an act of terrorism.
These arrests are utterly without merit and we urge you to intervene against this naked injustice. Ehsan Ali is in poor health, having already contracted pneumonia while in custody. His life could be in danger if this situation continues.
It has been alleged that Amara Sattar, Sub-Divisional Police Officer (SDPO) of Danyor, Gilgit Circle, was informed about Ehsan Ali’s critical health condition, requiring hospitalisation, and responded: “Leave it, there are orders from above … let him die.”
Background to These Arrests
Mr Ehsan Ali has been subjected to continuous harassment by state authorities. Last year, he was placed on the so-called ‘Fourth Schedule’ – legislation that severely restricts freedom of movement, which was originally designed for monitoring suspected terrorists. This represents a gross misuse of anti-terrorism legislation against legitimate political organisers.
He then spent three months in jail after being arrested on 16 May 2025. 14 other individuals were also detained under anti-terrorism legislation. The arrests followed a legitimate political meeting scheduled for 24-25 May in Skardu to address issues of vital importance to the people of Gilgit-Baltistan, including:
Ehsan Ali and the other leading AAC members were all finally granted bail on 14 August, which goes to show the charges against them were utterly groundless. These new arrests are equally without merit and we urge you to intervene against this naked injustice.
Democratic Rights and International Standards
The AAC-GB has operated peacefully and successfully within democratic frameworks, achieving significant victories for the people of Gilgit-Baltistan:
These activities represent legitimate political organising and advocacy that should be protected under Pakistani law and international human rights standards, including:
Campaign Demands
In light of the above, we supporters of the solidarity campaign for the AAC-GB respectfully demand:
International Attention
We wish to inform you that this case has attracted (and is still attracting) significant international attention from:
Request for Action
We call upon you to:
In Short
The people of Gilgit-Baltistan deserve the same democratic rights and freedoms enjoyed by all Pakistani citizens. The criminalisation of peaceful political organising sets a dangerous precedent and undermines Pakistan’s democratic institutions.
We look forward to your urgent intervention in this matter and to receiving confirmation of steps taken to secure the release of these dedicated community leaders.
The international labour movement stands in solidarity with our comrades in Gilgit-Baltistan, and we will continue to monitor this situation closely.
Yours respectfully,
[Signature]
[Name and Title]
[Organisation]
[Contact Details]
Die [Name des gewerkschaftlich bzw. betriebliches Gremiums] nimmt mit großer Sorge zur Kenntnis:
Die [Gewerkschaft/Betriebsrat] stellt fest:
Die [Gewerkschaft/Betriebsrat] beschließt daher:
Die [Gewerkschaft/Betriebsrat] verpflichtet sich dazu:
Ein Angriff gegen einen ist ein Angriff gegen alle!
Vorgeschlagen von: [Name]
Unterstützt von: [Name]
Datum: [Datum]