…wird ein Feuer entfachen!

Ein Manifest für das 21. Jahrhundert

von Ted Grant und Alan Woods

Der eine oder andere wird sich vielleicht fragen, welchen Sinn es machen kann, ein Buch, das vor über 150 Jahren geschrieben wurde, noch einmal aufzulegen. Wie kann man eine neue Ausgabe des Kommunistischen Manifests rechtfertigen? Das Manifest ist zweifelsohne das Modernste, das man sich vorstellen kann. Und diese Aussage können wir auch ganz leicht beweisen. Nehmen wir nur irgendein bürgerliches Buch her, das ebenfalls vor eineinhalb Jahrhunderten über die selben Themen geschrieben wurde, so wird uns schon sehr schnell klar werden, daß solch eine Arbeit von rein historischem Interesse sein wird, ohne daß es von irgendeiner Relevanz für praktische politische Arbeit Ende des 20. Jahrhunderts sein würde. Das Manifest gibt uns aber eine tiefgreifende Analyse, die auf nur wenigen Seiten eine brilliante Erklärung der grundlegensten Phänomene der Gegenwart - und zwar weltweit - anzubieten hat.

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Leo Trotzki: Über den Terror

Unsere Klassenfeinde pflegen sich über unseren Terrorismus zu beklagen. Was sie damit meinen, ist ziemlich unklar. Gern würden sie alle Aktivitäten des Proletariats, die gegen die Interessen des Klassenfeindes gerichtet sind, als Terrorismus abstempeln. In ihren Augen ist der Streik das Hauptmittel des Terrorismus. Die Drohung mit Streik, die Organisation von Streikposten, der ökonomische Boykott eines Sklaventreibers, der moralische Boykott eines Verräters aus unseren eigenen Reihen - dies alles und noch viel mehr nennen sie Terrorismus. Wenn Terrorismus verstanden wird als jede Aktion, die den Feind mit Schrecken erfüllt und ihm schadet, dann ist der gesamte Klassenkampf natürlich nichts anderes als Terrorismus. Und die einzige Frage bleibt, ob die bürgerlichen Politiker das Recht haben, kübelweise moralische Entrüstung über den proletarischen Terrorismus auszu-gießen, wenn ihr ganzer Staatsapparat mit seinen Gesetzen, seiner Polizei, seiner Armee nichts anderes als ein Apparat für kapitalistischen Terror ist!

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Die Zivilgesellschaft: "Ihr werdet's nicht vermuten - wir sind die Guten"

Ein Begriff geistert seit Beginn der Proteste gegen die schwarz-blaue Regierung durch die bürgerlichen Medien und die Wortspenden heimischer Intellektueller: die Zivilgesellschaft. Abgesehen davon, ein Modewort zu sein, zeichnet sich dieser Begriff v. a. durch seine begriffliche Vagheit und seine ideologische Undifferenziertheit aus. Aber egal, was er bedeutet - Hauptsache dazugehören, oder?

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Kulturpessimismus oder Marxismus?

Der Tod des Busenwunders Lolo Ferrari und der Start der Serie "Big Brother" sind nur Ausdruck einer allgemeinen Tendenz unserer Alltagskultur. Menschenwürde und Individualität scheinen, immer weniger Rolle zu spielen. Was von vielen als "Untergang des Abendlandes" oder "Kulturverfall" gewertet wird, findet aber erstaunliche Parallelen in der Geschichte.

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Leo Trotzki: Ihre Moral und unsere (1938)

Inhalt:

Moralausdünstungen
Marxistische Amoral und ewige Wahrheiten
"Der Zweck heiligt die Mittel"
Jesuitismus und Utilitarismus
"Moralvorschriften, die für alle bindend sind."
Die Krise der Demokratischen Moral
"Der gesunde Menschenverstand"
Die Moralisten der G.P.U.
Die Anordnung der politischen Schachfiguren
Der Stalinismus - ein Produkt der alten Gesellschaft
Die Revolution und die Einrichtung der Geisel
"Kaffernmoral"
Der "amoralische" Lenin
Eine lehrreiche Episode
Die dialektische Wechselbeziehung zwischen Ziel und Mittel

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