…wird ein Feuer entfachen!
  • Ich arbeite seit 2008 in der Voest auf 4-er Schicht. Das bedeutet mein Schichtrad beginnt mit 3 Frühschichten mit Arbeitsbeginn um 5 Uhr, 3 Mittelschichten mit Beginn um 13 Uhr und 3 Nachtschichten ab 21 Uhr. Danach habe ich 3 Tage frei. Faktisch sind es aber nur 2 Tage, da der letzte Tag eine Nachtschicht ist, die um 5 Uhr früh endet und 48 h später beginnt mein Arbeitsrad mit der Frühschicht um 5 Uhr von neuem. Dieses Schichtmodel besteht aus 4 Gruppen, sodass rund um die Uhr das ganze Jahr produziert wird.

  • Ein kurzer Einblick in den Betrieb. Diesen Montag den 05.11.2018 kam der Betriebsratsvorsitzende der FSG während der Pause auf mich (Arbeiterbetriebsrat der Opposition ÜLZ -Überparteiliche Liste Zeltweg) zu und fragte, ob wir eine Betriebsversammlung machen sollen. Ich erklärte ihm, dass wir etwas machen müssen, sonst fällt es mir leicht im Bundesvorstand zu argumentieren, dass sich die FSGler quergestellt haben.

    Am Dienstag den 06.11.2018 fand am Betriebsgelände der Sandvik Zeltweg die offizielle Betriebsrätekonferenz der beiden vertretenen Fraktionen statt. Thema: Betriebsversammlung zur aktuellen Lohnrunde. Durch den Denkanstoß der Opposition stimmte die FSG zusammen mit der ÜLZ für eine Betriebsversammlung am heutigen Mittwoch den 07.11.2018. Um auch die Nachmittagsschicht zu erreichen wird der Beginn der Versammlung auf 13.30 Uhr festgelegt. Auf Grund der Erfahrung der letzten Jahre rechnen wir mit einer einstimmigen Zusage zu einem Streik im Betrieb. Die Kollegen gelten als kämpferisch.

    Im Anschluss habe ich den Mitgliedern meiner Fraktion den aktuellen Funke gegeben, damit sie wissen, dass es auch Zeitungen gibt, die sich mit den prekären Arbeitszuständen auseinandersetzen, die aufzeigen und uns im Kampf unterstützen.

    Betriebsversammlung

    Heute am 07.11.2018 fand wie oben angekündigt die Betriebsversammlung statt.

    Die GenossInnen wurden über die Forderungen der Verhandler aufgeklärt und haben diese auch angenommen. Zu einer Streikabstimmung kam es nicht, da die Verhandlungsrunde am 8.11. abgewartet wird. Die Betriebsversammlung wurde nicht beendet, sondern nur unterbrochen. Eine Abstimmung soll noch folgen.

    Auffallend war, dass die voestalpine Eisenbahnsysteme, die am selben Gelände angesiedelt ist, keine Betriebsversammlung abgehalten hat. Ich habe mich auch mit Genossen aus der voestalpine Donawitz in Verbindung gesetzt, die berichten, dass ihr Betriebsrat keine Maßnahmen ergriffen hat, um den Druck auf die Unternehmer zu erhöhen.

    Dieser Umstand führt zu Verunsicherung und Entsolidarisierung zwischen den verschiedenen Metall-Branchen (Erzeugern und Maschinenbau). Genau das ist das Ziel auf das die Unternehmer hinarbeiten: Die Schwächung unserer Branche! Wo ist das Flaggschiff voestalpine, deren Betriebe alle FSG Mehrheit haben? Erst im September gab es einen Beschluss des Bundesvorstandes, dass sich die Betriebe in Punkto Betriebsversammlungen und Arbeitskampf solidarisieren sollen und es kein Ausscheren aus den eigenen Reihen mehr gibt. Am Aktionstag zeigten sich die FSG durch die Bank solidarisch, allen voran die Voest, die sich jetzt scheinbar aus der Affäre zieht. Ist nicht jetzt die Zeit sich kämpferisch zu zeigen? Jetzt heißt es eine Einheit zu bilden, Stärke und Solidarität zu zeigen, uns gegen weitere Kahlschläge zur Wehr zu setzen!

    Glück Auf!
    Dietmar Zechner
    BR-ÜLZ, Sandvik Zeltweg


     

    • Metall: Unternehmer planen KV-Zerschlagung

      Kollektivverträge garantieren vieles, was uns normal scheint, und die Unternehmer im Metallbereich greifen sie direkt an. Höchste Zeit für eine hart geführte Streikbewegung, argumentiert Emanuel Tomaselli.

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    • Gegen Ausbeutung und Spaltung: Generalstreik! (Funke Nr. 168)

      Der eiserne Besen der Sicherheit, Ruhe und Ordnung fegt durchs Land. Während eine polizeilich-autoritäre Ordnung gegen alles fremdländische und Unangepasste organisiert wird, zimmern die Schwarz-Blauen eifrig an der lebenslangen Armut und Entrechtung der lohnabhängigen Menschen.

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      Eisenbahner. Nachdem die Gespräche für einen neuen Eisenbahn-KV Ende Juni auf Eis gelegt wurden, kommen sie nun wieder langsam ins Rollen. Die Eisenbahner stehen gleich mehrfach unter Druck. Von Emanuel Tomaselli

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    • Serbien: Streik im Magna-Werk in Odžaci

      Am 4. Oktober traten die ArbeiterInnen im Magna Seating Werk in Odžaci spontan in einen wilden Streik. Miodrag Mijatovic von Crvena Kritika, unserer Schwesterzeitung in Serbien, berichtet.

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    • Erfolgreicher Start der Metaller-Streiks! (12. November)

      Am Montag fanden in ca. 70 Betrieben in Österreich erste Warnstreiks statt, bis Mittwoch werden es bundesweit über 200 Betriebe sein, die stundenweise die Arbeit niedergelegt haben werden, um die Forderungen der Gewerkschaften zu bestärken. Tausende Beschäftigte streikten schon heute.

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  • Mehr als 1000 Betriebsräte strömten in die Kürnberghalle/Leonding, um sich zu den Angriffen der Regierung zu informieren und den kommenden Kampf zu beratschlagen. Emanuel Tomaselli berichtet.

  • Derzeit befindet sich in der voestalpine das dritte Sparpaket in der Vorbereitungsphase.

  • Eine persönliche Bilanz über seine Erfahrungen als Betriebsrat(svorsitzender) in der Linzer Stahlindustrie aus wirtschaftlicher und gewerkschaftspolitischer Sicht zieht unser Korrespondent Johann Linsmaier.

  • Das Entlassungsurteil gegen Johann Linsmaier wurde für ungültig erklärt. Der ehemaliger BRV voestalpine-stahl berichtet über seinen Kampf gegen die Entlassung und seine weitern Pläne. 

  • Angesichts der Reaktion des Betriebsrats auf das drohende Sparpaket stellt Johann Linsmaier die Frage, ob Hans Karl Schaller Konzernbetriebsratsvorsitzender oder der Assistent von Generaldirektor Wolfgang Eder ist.

  • Der im September entlassene Arbeiterbetriebsrat der voestalpine Stahl Johann Linsmaier gibt nicht auf. In Oberösterreich kandidiert er nun für ein Mandat in der Arbeiterkammer. Ein Kommentar von Emanuel Tomaselli.

  • 27 Jahre war Kollege Johann “Linsi” Linsmaier in der voestalpine als Betriebsrat aktiv. Mitte Oktober musste er seinen Sessel räumen. Das Unternehmen versuchte ihn seit 2011 loszuwerden und strengte eine Entlassungsklage an. In der 1. Instanz entschied sich das Gericht für Linsi, doch in der 2. Instanz wurde seiner Entlassung zugestimmt.

  • Folgender Kommentar zur Bedeutung der heurigen Herbstlohnrunde wurde von Funkeredakteur Emanuel Tomaselli exklusiv für die Betriebszeitung der „Liste Gerechtigkeit und Solidarität“ des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine verfasst. Wir bedanken uns bei den Kollegen für die ungekürzte Wiedergabe unserer Ideen zur kommenden KV-Runde in ihrer aktuellen Betriebszeitung.

  • Die Voestalpine hat Mitte März angekündigt, das Schienenwerk TSTG in Duisburg (Deutschland) bis Ende des Jahres zu schließen. Die TSTG-Belegschaft wehrt sich dagegen. Ein Aufruf zur Solidarität.