…wird ein Feuer entfachen!

Syrien

  • Nach einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan am vergangenen Sonntag, gab Donald Trump bekannt, dass sie sich auf einen Rückzug der US-Truppen aus den kurdischen Gebieten Nordsyriens geeinigt haben und gab damit grünes Licht für einen türkischen Einmarsch. Seit Mittwoch ist diese Invasion Realität.

  • In den frühen Morgenstunden des 7. April führten die USA in Zusammenarbeit mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich einen Luftangriff durch, im Rahmen dessen über 100 Marschflugkörper eingesetzt wurden.

  • Es scheint, als stehe ein Angriff der Türkei auf die kurdische Enklave von Afrin in Nordwest-Syrien unmittelbar bevor. Die Vorbereitungen dazu laufen seit Monaten. Türkische Kräfte haben das Gebiet von Süden und über die sogenannte Freie Syrische Armee von Osten her umstellt. In den letzten Wochen haben sie ihre Stellungen verstärkt und das Gebiet mit Artillerie bombardiert.

  • Die Niederlage des sogenannten „Islamischen Staates“ steht bevor – seine Hochburg Mossul steht vor dem Fall, Al-Rakka ist umzingelt. Das Ende der territorialen Herrschaft des IS ist greifbar und der Kampf um die Nachfolge hat begonnen. Von Niklas Albin Svensson.

  • Am 6. April hat die US-Marine eine Reihe von Raketenangriffen auf den Luftstützpunkt al-Shayrat südlich von Homs in Syrien geführt. Dabei sollen sieben Menschen getötet worden und einige Kampfflugzeuge zerstört worden sein. Geschrieben von Hamid Alizadeh

  • Die Medienheuchlerei über Bürgerkrieg erreichte mit dem Kampf um Aleppo seinen Höhepunkt. Assad wird als teuflischer Tyrann, die fundamentalistischen Rebellengruppen als heldenhafte Befreier dargestellt.Von Lisa Auer.

  • Aleppo ist gefallen. Nach einem vierjährigen blutigen Zermürbungskrieg ist das ehemalige Handelszentrum und Syriens größte Stadt wieder unter der vollständigen Kontrolle des Assad-Regimes. Für die Rebellen und ihre ausländischen Unterstützer bedeutet das einen demütigenden Schlag, der sowohl international als auch im Land selbst Auswirkungen haben wird. Von Hamid Alizadeh.

  • Naher Osten. Der Job als Pressesprecher einer imperialistischen Großmacht mag vielleicht gut bezahlt sein, zu beneiden ist man aber gerade in der heutigen Situation dafür nicht, findet Florian Keller.

  • Arabischer Raum. Vor fünf Jahren stürmten die arabischen Massen ohne Organisation, Plan oder Vorbereitung den Himmel, wie es Marx ausdrückte. Doch was ist aus der arabischen Revolution geworden, fragt Hamid Alizadeh.

  • Syrien. Immer wieder taucht nach Anschlägen des sogenannten „Islamischen Staates“ die Forderung auf, mit Bombenangriffen gegen die Gruppe vorzugehen. Eine Antwort darauf gibt Florian Keller.

  • Als die US-Armee in den Irak stürmte, gab es in diesem Land keine Al-Qaida. Jetzt ist die gesamte Region im Griff des Dschihad-Wahnsinns. Das ist das direkte Ergebnis der Einmischung des US-Imperialismus. Von Alan Woods. 

  • Die Kräfte des IS (Islamischer Staat) nähern sich der belagerten Stadt Kobane an der türkisch-syrischen Grenze. Tausende KurdInnen flüchteten Richtung Türkei, in einem verzweifelten Versuch, Nachschub, Waffen, Vorräte und zu bringen, aber sie werden von der türkischen Armee blockiert. Während der Rest der Welt zusieht, sind die Menschen in Kobane von einem unaussprechlichen Blutbad bedroht. Eine Stellungnahme der IMT zur aktuellen Situation.

  • US-Präsident Obama musste den geplanten Militärschlag gegen Syrien vorerst absagen. Doch die Gefahr einer imperialistischen Intervention ist noch lange nicht vorüber. Eine Analyse der Lage im Nahen Osten von Markus Berger.

  • Die Erklärung von Obama, dass die USA ihre Unterstützung für die Syrischen Rebellen verstärken werden, bedeutet eine Veränderung der Situation. Die Ankündigung des Weißen Hauses heißt, dass die USA der syrischen Opposition erstmals direkt militärische Hilfe zur Verfügung stellen werden. Der Sprecher des Weißen Hauses Ben Rhodes gab keine genaueren Details über diese militärische Hilfe preis, er sagte lediglich, dass sie sich „in Spielraum und Ausmaß von dem unterscheiden würde, was bisher zur Verfügung gestellt wurde“.

  • Von einer spontanen Demonstration mit 1500 Teilnehmern die damit endete, dass der Innenminister sich vor der Menge in Damaskus entschuldigte, über tausende, die in Daraa unter den Schüssen der Sicherheitskräften demonstrierten, bis zu den Protesten in den von Kurden bewohnten Gebieten: In Syrien brodelt es und die Situation ist dabei, in eine Revolution umzuschlagen.