Unter dem Motto "Eure Krisen zahlen wir nicht!" streiken morgen die SchülerInnen in Vorarlberg. Mit diesem Schulstreik solidarisieren sie sich aktiv auch mit ihren LehrerInnen im Kampf gegen die drohende Arbeitszeitverlängerung.

 

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Vergangenen Samstag wurde im Rahmen eines SchülerInnenplenums der Beschluss gefasst, unter dem Slogan „Eure Krise zahlen wir nicht!“ einen landesweiten SchülerInnenstreik am kommenden Mittwoch den 18. März mit Demonstration in Dornbirn zu organisieren. Auf dem Plenum waren SchülerInnen aus 10 Vorarlberger Schulen sowie auch Berufsschüler vertreten. Die Sozialistische Jugend Vorarlberg, deren AktivistInnen dieses Plenum initiiert haben, unterstützt den Schulstreik mit voller Kraft.
"Unsere Eltern sind von Kurzarbeit betroffen, immer mehr unserer KollegInnen sind arbeitslos und unsere LehrerInnen müssen unbezahlt länger arbeiten. Wir sind die erste Generation seit Ende des Zweiten Weltkrieges, die von sich nicht mehr behaupten kann, dass sie es einmal besser haben wird als ihre Eltern. Wir wollen eine solche düstere Zukunft nicht akzeptieren sondern für das auf die Straße gehen, was uns eigentlich ohnehin zustehen sollte,“ erklärt Emil Groß, Schüler des Gallus-Gymnasiums in Bregenz und Sprecher des Streikkomitees.

Unterstützung erhalten die SchülerInnen von Seiten der Sozialistischen Jugend: „Wem die Zukunft gestohlen wird, der muss sich wehren! Die SchülerInnen antworten vollkommen richtig auf die Krise, die von Banken und Konzernen verursacht wurde. Die SJ unterstützt den Aufruf zum Streik und zur Demo und wird alles dahingehende unternehmen, den 18. März gemeinsam mit den SchülerInnen zu einem Erfolg zu machen!“ sagt Lukas Riepler, Landesvorsitzender der SJ.

Streikkomitee-Sprecher Emil Groß betont weiters, dass dieser Streik auch ein Zeichen der Solidarität zu den LehrerInnen und allen anderen Lohnabhängigen sei: „Wenn die Pläne der Regierung durchgehen und die LehrerInnen unbezahlt zwei Stunden länger arbeiten müssen werden derartige Maßnahmen auch bei anderen Berufsgruppen angewandt werden – das wird auch unsere Eltern, unsere KollegInnen in der Arbeitswelt und schlussendlich uns selbst betreffen. Wir setzen den Streik darum auch an jenem Tag an, an dem die LehrerInnengewerkschaft über ihre Kampfmaßnahmen berät - um den LehrerInnen zu sagen: Ihr seid nicht alleine, wir werden euch unterstützen, kämpfen wir gemeinsam!“

Abschließend stellt Groß die Ziele der SchülerInnenbewegung fest: „Wir wollen Bildungs- und Sozialpakete statt Bankenrettungspakete, eine demokratische öffentliche Schule und eine Zukunft, vor der wir uns nicht fürchten müssen! Wenn Finanzminister Pröll sich weigert, die dafür nötigen Mittel freizugeben, wird das nicht unsere letzte Aktion gewesen sein!“


Die Demonstration startet am Mittwoch, den 18. März um 9:00 am Bhf Dornbirn.


Das Flugblatt der SJ Vorarlberg für den Schulstreik am 18. März gibt es zum Download hier


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