9.10.: Alle Macht den Schulkomitees!


Der Schulstreik am 9. Oktober ist ein Fakt. Dementsprechend nervös ist der Bildungsminister Wiederkehr von den Neos. Drei Wochen vor dem Streik tritt er daher an die Medien und erklärt den „Widerstand von linken und islamischen Kräften als gescheitert“. Dies ist Wunschdenken eines scheiternden Ministers. Von: RKP-Schülerinnen und Schüler.
Bereits wenige Tage nach Schulbeginn werden bereits 80 Schülerinnen rechtlich verfolgt. Es werden täglich mehr und die Gerichte werden darüber entschieden ob es rechtens ist, dass in Österreich eine spezifische Religion verfolgt werden darf. Dass dies das eigentliche und einzige Ziel dieses rassistischen Gesetzes ist, wird immer klarer.
Wir sagen noch einmal: Diese Politik ist nicht zum Schutz von Mädchen gemacht und löst kein einziges tatsächliches Problem des Bildungssystems. Wir wollen nicht warten, bis Richter das auch so sehen werden. Wir wollen einen Umschwung in der Politik durchsetzen. Wir wollen Schulen, an denen die Kinder der Arbeiterfamilien gut lernen und die Lehrer gut unterrichten können!
Die Stimmung an den Schulen – unter Schülern und Lehrern – ist mehrheitlich gegen Sündenbockpolitik. Wir stehen täglich österreichweit vor und in Schulen und können dies aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
Die Initiative zum 9. Oktober hat ein breites Bündnis ergriffen, rund um die Lehrerinitiative „Schule brennt“ und linke Organisationen. Darunter auch die sozialistischen Schüler und Jugendorganisationen SJ und die aks. Letzteres ist wichtig, weil es das erste Mal ist, dass Jugendorganisationen einer Regierungspartei (SPÖ) sich offen gegen die Regierung stellen.
Entscheidend ist nun, dass die Stimmung an den Schulen organisiert wird. Wenn man nach der Stimmung an den Schulen geht, wird die Streikbewegung ganz groß. Aber das muss man organisieren. Sonst kann es sein, dass aus einer Serie von dummen Zufällen der Streik nicht sein ganzes Potential entwickeln kann.
Wie das am besten geht, das wissen die Genossen von der RKP, die vergangen Schul- und Unibewegungen studiert haben und sich die Erfahrungen gemerkt haben.
Die wichtigste Erfahrung lautet: Die Schüler müssen entscheiden!
Jede öffentliche Unterstützung für die Anliegen der Streikbewegung ist wichtig. Hier tut sich ganz viel, gerade in den Sozialen Medien, und das schwappt auch schon ein bisschen in die Medienkonzerne rüber.
Aber entscheidend ist ein entschlossenes Vorgehen von informierten Schülern. Denn es ist klar, dass die Regierung aktuell das ganze Schulsystem darauf trimmt, die Schüler am 9. Oktober in den Schulen zu halten.
Besonders die Bildungsdirektoren setzen die Direktoren unter Druck, damit sie an ihren Schulen dem Wunsch des Ministeriums gemäß am 9.10. Normalbetrieb durchsetzen. Direktoren, die das nicht gut umsetzen, stehen selbst unter Druck von oben. Daher muss man ihnen den Rücken stärken, indem man einen Gegendruck an der Schule organisiert.
Passiert das nicht, werden Schüler durch falsche Drohkulissen und Fake-News womöglich beeindruckt und verzichten auf ihre demokratische Rechte, wie: politisch zu diskutieren, sich zu versammeln, in der Unterrichtszeit auf eine Demo zu gehen. Dass du viel mehr Rechte hast, als oft behauptet ist hier zusammengefasst:
Die Schlussfolgerung ist klar: Wir organisieren uns an der Schule!
Lies diese 2 Erfahrungsberichte für konkrete Beispiele:
Wie komme ich als Einzelperson an der Schule zum Schulkomitee?
Der höchste Ausdruck des Streiks gegen das rassistische Schulgesetz ist die Demo am 9.10. – vorerst. Diese Aktion muss in der Region koordiniert werden und die Demos müssen dann auch demokratisch bilanziert werden. Nut so kommt die Bewegung voran.
Daher versammeln sich Schul-Aktivisten aller Schulen in wöchentlichen Schulstreiktreffen.
Dies findet in Vorarlberg, Tirol, Linz, Wien und Graz, mehr Städte kommen sicher hinzu.
Eingeladen sind Schulaktivisten aller Schulen, sowie Initiativen, Parteien, Organisationen, Personen die mitarbeiten um den Schulstreik zum Erfolg machen. Auf den regionalen Schülerschulstreik-Treffen haben aber nur Schülerinnen und Schüler Stimmrecht, alle anderen nur beratend.