Flyer: Schulstreik gegen das rassistische Kopftuchverbot – in die Offensive gegen rechte Politik!


Mit diesem Herbst verbietet der Staat muslimischen Mädchen unter 14 Jahren ein Kopftuch „islamischer Tradition“ in der Schule zu tragen. Andere Kopfbedeckungen oder religiöse Symbole sind nicht betroffen. Lehrer werden gezwungen widerwillige Schülerinnen zu verpetzen, deren Eltern wiederum mit hunderten Euro Strafe gedroht wird.
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Die Regierung behauptet es würde um Frauenbefreiung gehen. Das kann man ihnen schwer glauben. Der Bundeskanzler wertete öffentlich die Arbeit aller Frauen ab und die Jugendministerin wünscht sich weniger Verhütung- und Sexualaufklärung und mehr Babys von jungen Frauen. Wir sagen: Befreien kann man sich nur selbst – staatlich verordneter Kleiderzwang gegen Mädchen hingegen ist nur Spaltung und Unterdrückung.
Ständig hetzen Regierung und alle anderen Parteien gegen Migranten. Währenddessen gibt es Milliarden für Aufrüstung, Einsparungen bei Bildung und Gesundheit und Geldgeschenke für Reiche und Mächtige. Mit dem Rassismus soll die Arbeiterklasse und Jugend gespalten und gegen einander aufgehetzt werden – damit die Regierung in Ruhe Politik für die Milliardäre und ihre Profite machen kann. Genau deshalb werden FPÖ und Co immer stärker – denn ihre Politik wird jetzt schon umgesetzt.
Das Kopftuchverbot ist die Spitze dieses Eisberges. Am 9.10 finden daher Schulstreiks im ganzen Land statt. Aufgerufen hat auch die antirassistische Lehrerinitiative Schule Brennt. Mach mit! Wehren wir uns gegen den Klassenkampf der Reichen und Mächtigen! Für die Rücknahme des Verbotes!
Ab jetzt: Bring deine Mitschüler zusammen, die gegen das Verbot sind. Halte die Augen offen – du bist nicht allein. Bildet euch eine feste Meinung – auch darüber was an der Schule falsch läuft und was man anders haben will. Dann kann man auch leicht diejenigen überzeugen, die sich noch unsicher sind.
Gründe ein Schulstreik-Komitee: Um all das zu schaffen brauchst du Verbündete. Find also die, die mit organisieren wollen und gründet ein Schulstreik-Komitee (falls es noch keines gibt). Hier sollte jeder willkommen sein der sich aktiv für den Erfolg des Streikes einbringen will – auch wenn man vielleicht in anderen Fragen anderer Meinung ist. Macht einen Aktionsplan, trefft euch regelmäßig um den Fortschritt zu besprechen und um die eigenen Argumente zu schärfen. Organisier offene Treffen; nutze die Schulsprecherwahl; macht Aktionen (Flugblätter, Bannermalen, Memes…). Koordiniert euch mit Lehrern.
Der Streiktag: Ständig wird von Politikern und Bildungsminister von oben herab auf uns rumgetrampelt. Mit dem Schulstreik zeigen wir, dass wir keine Opfer, sondern denkende Menschen sind, die ein gutes Leben für alle wollen. Es schafft Selbstvertrauen und Solidarität in der Schulgemeinschaft. Und gibt den eigenen Forderungen Nachdruck. Wie schaut das aus: Am Streiktag nutzt man die Zeit vor Unterrichtsbeginn oder die große Pause um gemeinsam die anderen Schulkollegen zu überzeugen gemeinsam auf die Demo zu gehen – bestenfalls in Absprache mit anderen streikenden Schulen in der Nähe.