Alberschwende: Für die sofortige Entfernung aller Ehrungen des Sexualverbrechers Hermann Gmeiner!


Im Oktober 2025 wurden die Missbrauchsfälle von Waisenkindern durch den Alberschwender SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner öffentlich. Die Fälle sind bestätigt und wurden von der Organisation (unter der Hand) entschädigt. Im März 2026 wurden weitere Vorwürfe bekannt. Neben den Taten von Gmeiner selbst existieren zahlreiche weitere historische Missbrauchsfälle innerhalb vom SOS-Kinderdorf. Von Jodok Schwarzmann
Gmeiner, Epstein und die jahrelange Vergewaltigung von Gisele Pelicot: All diese Fälle zeigen auf, wie tief verwurzelt Frauenunterdrückung und Sexualverbrechen im Kapitalismus ist. Reiche und mächtige Täter nutzen ihre gesellschaftliche Macht aus, um hilflose Menschen zu missbrauchen. Dabei trifft es meist junge Frauen und Kinder.
Gmeiner prägt in Alberschwende den öffentlichen Raum, etwa durch den „Hermann Gmeiner Saal“ und eine Büste des Sexualverbrechers in unmittelbarer Nähe des Schulgeländes. Während weltweit solche Ehrungen (Straßennamen, Parks, Statuen…) innerhalb kurzer Zeit entfernt wurden, stehen 5 Monate nach Bekanntwerden dieses erschütternden Skandals die Alberschwender Ehrungen völlig unverändert im Dorfzentrum.
Die „Aufarbeitung“ durch Bürgermeister Klaus Sohm und die Gemeindevertretung ist gescheitert. Es gab (erst im Dezember!) eine öffentliche Versammlung zu der Frage. Im Jänner gab es ein weiteres Treffen der „Aufarbeitungsgruppe“ aus Gemeindevertretern aller Fraktionen, mit Beteiligung einiger Bürger und „Experten“. Zu einer Entfernung, oder zumindest Verhüllung der Dorf-Ehrungen Gmeiners führte bisher keines dieser Treffen.
Schon im Dezember unterbrachen Aktivisten dieses unerträgliche Schweigen: sie beschmierten die Büste und kennzeichneten Gmeiner zurecht öffentlich als „Täter“. Es gab ein gut besuchtes Theater zum Thema „Missbrauch“ (unterstützt nicht von der Gemeinde, sondern vom Verein „Kulturmeile“ und vom Familienverband). Bewohner und auch Vereine kritisieren das Fortbestehen der Ehrungen laut. Die Stimmung im Dorf brodelt und viele erwarten oder wünschen sich sogar die nächste „Aktion“ gegen die Symbole.
Die Alberschwender Gemeindepolitik verharmlost seit 5 Monaten Gmeiners Sexualverbrechen an Kindern und ignoriert das Leid aller Betroffenen. Das ist unerträglich! Wir rufen alle Menschen in Alberschwende, alle Vereine, oppositionelle Gemeindepolitiker und insbesondere die gesamte Vorarlberger Arbeiterbewegung dazu auf, dagegen aktiv zu werden!