„Standard“ & FPÖ: Vereint in der Hetze auf den Schulstreik gegen das rassistische Kopftuchverbot


Am heutigen Morgen, den 4.9. veröffentlichte „Der Standard“ einen Artikel über den Schulstreik gegen das rassistische Kopftuchverbot, indem sie die Initiative von „Hamas-Unterstützern“ unterlaufen sehen. Damit reden die Liberalen der FPÖ Bundesparteisprecherin Lisa Schuch-Gubik nach dem Mund, die bereits vor „linksextremistischen, kommunistischen und offen antisemitischen Organisationen“ im Schulstreikbündnis warnte. Sowohl die Liberalen als auch die Rechten, so viel sie sich sonst in Spiegelfechterei üben, haben offensichtlich Angst vor einem erfolgreichen Schulstreik. Dabei scheut „Der Standard“ auch nicht vor Verleumdung und direkten Lügen zurück.
Wir zitieren aus dem Artikel:
„Die RKP sprach in NS-Diktion von Israel als ‚parasitärem Staat‘ und schrieb zwei Tage nach dem Terrorangriff, also lange vor der mittlerweile breit kritisierten israelischen Kriegsführung: ‚Nur die revolutionäre Initiative der palästinensischen Massen (…) ist der Schlüssel für einen qualitativen Sprung im erfolgreichen Kampf gegen die Besetzung.‘“
Die zweite Aussage, mit der wir zitiert werden, stimmt: die RKP stand von Anfang an bedingungslos auf der Seite der unterdrückten Palästinenser. Es zeugt von der völligen Abgehobenheit der „Standard“-Redaktion, dass sie meint, diese Aussage heute, nach fast 3 Jahren Völkermord an den Palästinensern, als Mittel hernehmen zu können um uns zu verleumden!
Unsere Analyse, dass die imperialistische Unterdrückung der Palästinenser durch Israel das zentrale Problem ist, hat sich 100% bewahrheitet. Wir empfehlen, den gesamten Artikel vom 8. Oktober 2023 zu lesen, den die Standard-Redaktion nicht verlinkt hat ( https://derfunke.at/18004-israel-palaestina-nein-zur-invasion-des-gazastreifens-fuer-ein-ende-der-besatzung ). Wir empfehlen vor allem auch, die tiefere Analyse einige Tage später zu studieren (https://derfunke.at/18331-nieder-mit-der-heuchelei-fuer-die-verteidigung-von-gaza-statement-der-imt ), an der wir kein Wort der Analyse ändern müssen. Anders als die Liberalen und Israel-Verteidiger vom Standard, die uns unsere Voraussage, wie sich die Dinge entwickeln werden, wie oben zitiert sogar zum Vorwurf machen!
Ganz anders verhält es sich mit der Aussage, dass wir „in NS-Diktion von Israel als ‚parasitärem Staat‘“ gesprochen hätten – das ist eine glatte Lüge, die direkt aufzeigt, wie verleumderisch und gleichzeitig schlampig diese sogenannte „Qualitätszeitung“ arbeitet. Sie ist nirgends zu finden, außer in einem anderen „Standard“ Artikel über den ÖH-Wahlkampf letztes Jahr. Damals schrieb er:
„Mit dabei waren auch Aktivisten und Aktivistinnen jener beiden Gruppierungen, die durch israelfeindliche Aussagen auffielen und bei den ÖH-Wahlen antraten: die Revolutionäre Kommunistische Partei (RKP) und der KSV-KJÖ. Beide Gruppen nennen sich kommunistisch, unterscheiden sich allerdings diametral in ihrer Weltsicht – mit einer Ausnahme: Israel. Das bestätigte die KSV-KJÖ kürzlich. Auf die kritische Nachfrage unter einem Instagram-Posting, wie man zur RKP stünde und zu deren Bezeichnung Israels in NS-Diktion als „parasitären Staat“, lautete die Antwort, dass die Israelposition nicht das Problem an der RKP sei.“
Wir verweisen auf unsere letztjährige Antwort darauf vom Spitzenkandidaten der RKP-Studierenden bei den ÖH-Wahlen 2025, Christoph Pechtl, die für sich selbst spricht:
„Diese Aussage ist jenseits aller journalistischen Grundstandards: Zitiert zur Position der RKP wird nicht die RKP selbst, sondern ein willkürlicher, mutmaßlich rechtsextremer User auf Instagram, der sich selbst so beschreibt: „Verteidiger des Eigenen. Ehre Freiheit Vaterland“. Die Standard-Redaktion zitiert ihn sogar falsch: der Teil mit dem „parasitären Staat“ fehlt im besagten Posting und wurde scheinbar einfach hinzugedichtet.“
Heute wird vom „Standard“ eine neue Dimension der journalistischen Fehlleistung erreicht: Er zitiert scheinbar einfach die eigene (schon damals widerlegte!) Aussage mit noch weniger „Kontext“ – und macht daraus eine angebliche Tatsachenbehauptung! Das zeigt auf, wie tief der journalistische Standard des „Standard“ gefallen ist. Wir haben den Standard schon zu einer Korrektur und öffentlichen Richtigstellung aufgefordert.
Der gesamte Artikel ist ein Beweis dafür, dass nicht nur die Rechten, sondern auch die Liberalen alles versuchen, um den Schulstreik mit Dreck zu bewerfen, das Bündnis zu spalten, Schülerinnen und Schüler zu demoralisieren etc. Doch wir halten fest: Wir lassen uns nicht spalten! Wir scheinen einiges richtig zu machen, wenn all jene Kräfte, die in den letzten Jahren tagtäglich Rassismus, Sparpolitik und Kriegstreiberei vertreten haben, auf einmal geeint darin sind, den Schulstreik anzugreifen. Es ist nötig, in die Gegenoffensive zu gehen. Die RKP wird daher ihre Anstrengungen verdoppeln, um den Streik am 9. Oktober zu einem vollen Erfolg zu machen! Hilf dabei mit!