…wird ein Feuer entfachen!

Tschad

  • Als die Aufständischen vergangene Woche bis in die Hauptstadt des Tschad, N’Djamena, vorgedrungen waren, stand das Regime Tschads Diktator Déby stand vergangene Woche kurz vor seinem unrühmlichen Fall. Truppenteile und Minister desertierten, Frankreichs Präsident Sarkozy hatte Déby schon die Flucht ins Ausland angeboten. Die „Grande Nation“ musste letztlich ihr militärisches Gewicht hinter das Regime werfen, um ihr ehemaliges Kolonialgebiet nicht in den chinesischen Einflussbereich abgleiten zu sehen.

  • Das österreichische Bundesheer beteiligt sich beim EU-Einsatz im afrikanischen Tschad. Begründet wird das mit einem humanitären Einsatz, in Wirklichkeit geht es um Machtinteressen. Wir lehnen diese militärische Intervention ab und wehren uns dagegen! Hier ein gemeinsamer Aufruf der marxistischen Strömung "Der Funke" und der SJ Stamokap-Strömung, den wir in den kommenden Wochen in der österreichischen und internationalen ArbeiterInnenbewegung verbreiten werden.

  • Wenn SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos begeistert davon spricht, 160 SoldatInnen in den afrikanischen Tschad zu schicken, so spiegelt dies wohl das wider, was die herrschende Clique der österreichischen Sozialdemokratie heute unter „Internationalismus“ versteht. Auch die beschwichtigenden Pressemitteilungen der Propagandastellen des Innenministeriums können in diesem Falle nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei dieser Mission vor allem um imperialistische und nicht um „humanitäre“ Angelegenheiten dreht. Was sucht das Heer nun tatsächlich in dem Land, von dessen Existenz die meisten ÖsterreicherInnen bis vor kurzem nichts wussten?