Wir veröffentlichen eine erste Stellungnahme des Bündnisses "Offensive gegen Rechts" zu den Protesten gegen den rechtsextremen WKR-Ball. Bis zu 10.000 AntifaschistInnen waren auf der Straße und erfolgreiche Blockaden störten den Burschenschafterball.

 

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Die Proteste der Offensive gegen Rechts zeigten Wirkung. Schon jetzt ist klar, dass die rechtsextreme Ballveranstaltung massiv gestört wurde. Damit wurde auch gezeigt, dass sich aktiver Protest auszahlt. Rund 2000 Antifaschist_innen haben am Freitag Abend bei der Demonstration des Bündnisses lautstark gegen den WKR-Ball demonstriert. Der Demonstrationszug setzte sich von der Uni weg in Bewegung und endete mit einer Mahnwache vor dem Denkmal gegen Krieg und Faschismus am Albertinaplatz. Insgesamt waren bis zu 10.000 Antifaschist_innen auf der Straße. Am 27.1.2012 fand somit eine der größten antifaschistischen Mobilisierungen seit Jahren statt.

Zusätzlich konnten durch die vielen Blockaden von Antifaschist_innen zahlreiche Burschenschafter an der Durchfahrt zur Hofburg gehindert werden. Mehreren Bussen und Taxis wurde die Zufahrt durch zivilen Ungehorsam versperrt.

Eine Aktivistin der Offensive gegen Rechts kommentiert: “Auch wenn die Betreibergesellschaft der Hofburg die Burschenschaften für 2013 ausgeladen hat, war es für uns immer wichtig, auch den diesjährigen WKR-Ball nicht ungestört über die Bühne gehen zu lassen. Gerade am internationalen Holocaustgedenktag ist es für uns inakzeptabel, dass Holocaustleugner_innen und Rechtsextreme in der repräsentativen Hofburg tanzen.”

Bei der Mahnwache vor dem Albertinaplatz hat die Offensive gegen Rechts darüber hinaus darauf hingewiesen, dass es nicht nur um den Ort oder das Datum des Balls geht. Das Bündnis hat deutlich gemacht, dass Rassismus, Antisemitismus und Sexismus nicht der Vergangenheit angehören. Gerade durch die Krise und die bevorstehenden Sparmaßnahmen der Bundesregierung, wird der Nährboden für Rassismus und rechte Ideologie geschaffen. Deshalb muss der Druck gegen Rechts jetzt weiter erhöht werden.

Das Bündnis dazu: “Die Proteste heute waren ein wichtiger Erfolg für alle Antifaschist_innen. Diesen Erfolg sehen wir jedoch nicht als Endpunkt, sondern viel mehr als Auftakt für weitere Proteste.”

Quelle: Offensive gegen Rechts


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