Wir veröffentlichen hier den offenen Brief der Vorarlberger Palästina-Bewegung, der gemeinsam von der Palästina Solidarität Vorarlberg, ATIK und der RKP Vorarlberg and die betreffenden Organisation ausgesendet wurde.
Seit zwei Jahren begeht Israel in Gaza einen Völkermord an den Palästinensern, der Woche für Woche immer brutalere Ausmaße annimmt. Dass es einen Völkermord gibt, hat jetzt auch eine UNO-Kommission festgestellt. weiterhin direkt: Erst letzte Woche wurde eine große Ladung Munition für die israelische Armee Richtung Italien durch Österreich geliefert. Sie wurde letztendlich im Hafen von Ravenna blockiert. Diplomatisch stellt sich Österreich in der EU gegen Initiativen, Israel für den Völkermord zu sanktionieren.
Um dagegen zu protestieren, waren am 20. September in Wien 20.000 und in Bregenz 1.500 Menschen auf der Straße. Die Mehrheit ist gegen den Völkermord. Es ist klar: Die Unterstützung für den Genozid aus Österreich muss aufhören! Daher haben wir schon mit der Mobilisierung für die nächsten Demos begonnen, die am 11. Oktober in Wien, Graz und Vorarlberg stattfinden werden.
Viele Möglichkeiten und damit eine besondere Verantwortung, das durchzusetzen, haben die großen Organisationen der Arbeiterbewegung und Linken sowie die großen Organisationen der Jugend etc. Das zeigt sich in Italien, Spanien und vielen anderen Ländern, wo massenhafte Proteste und Streiks beginnen dafür zu sorgen, dass eine weitere Unterstützung des Völkermords praktisch unmöglich gemacht wird.
Wir rufen euch daher dazu auf: Schließt euch uns an – sorgen wir gemeinsam dafür, dass der Völkermord und die österreichische Unterstützung für ihn beendet wird!
Die Vorarlberger Palästina-Bewegung ruft daher die unten folgenden Organisationen dazu auf:
- für die sofortige Freilassung von Sophie Hehle, Erol Büyük, Julian Schütter und Ashraf Abdelrahman aufzurufen
- klar gegen den Völkermord an den Palästinensern Stellung zu beziehen und diese Position in Zukunft öffentlich zu verteidigen
- sich zu Sanktionen gegen Israel anhand der Forderungen vom 20.09. zu bekennen und für die Umsetzung dieser praktisch einzutreten (siehe: https://grossdemowien.at/2025.09.20/ )
- in das Bündnis für die kommenden Großdemonstration am Samstag, den 11.10. gegen den Völkermord und die Unterdrückung der Palästinenser einzutreten und diese aktiv zu unterstützen
- nicht zuzulassen, dass die israelische Kriegsmaschinerie auch nur einen Cent oder eine Kugel mehr aus Österreich bekommt: Durch Abstimmungen und Initiativen in Parlamenten und gesetzlichen Interessensvertretungen, durch Organisation von Protesten, Blockaden, Streiks.
Ergeht an:
- ÖGB und ÖGB Vorarlberg, dessen Teilgewerkschaften sowie dessen Fraktionen
- ÖGJ und ÖGJ Vorarlberg, sowie die Jugendorganisationen der Teilgewerkschaften
- Arbeiterkammer, AK Vorarlberg und die einzelnen in ihr vertretenen Fraktionen
- Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) und die einzelnen in ihr vertretenen Fraktionen
- Volkshilfe
- Kinderfreunde
- SPÖ und SPÖ Vorarlberg
- KPÖ und KPÖ Vorarlberg
- SJÖ und SJ Vorarlberg
- Aktion kritischer Schüler_innen Vorarlberg (aks)
- Junge Generation Vorarlberg (JG)
- unabhängige Bildungsgewerkschaft
- Michael Ritsch, Bürgermeister Bregenz
- Markus Fäßler, Bürgermeister Dornbirn
