…wird ein Feuer entfachen!

Österreichische ArbeiterInnenbewegung

Krieg und Revolution - Der Jännerstreik 1918 oder: Die Oktoberrevolution, die Sozialdemokratie und die österreichische Arbeiterklasse

Vor 90 Jahren, im Jänner 1918, erschütterte eine gewaltige Streikbewegung die Habsburger-Monarchie. Die österreichischen ArbeiterInnen hatten sich am russischen Proletariat ein Beispiel genommen und wollte dem Krieg mit revolutionären Mitteln ein Ende setzen. Dieses Kapitel der Geschichte der österreichischen ArbeiterInnenbewegung wird selbst in diesem Gedenkjahr gefließentlich unter den Teppich gekehrt. Wir veröffentlichen hier den Text einer Broschüre über die Ereignisse im Jänner 1918.

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Trotzki und Österreich

Wer an Leo Trotzki denkt, der hat wahrscheinlich den Organisator der russischen Oktoberrevolution, den Gründer der Roten Armee im Kopf, oder den Verfasser grundlegender Schriften zum Kampf gegen den Faschismus in Deutschland und Spanien, zur Revolution in China oder den mit einem Eispickel ermordeten "Alten", in seinem letzten Exil in Mexiko. Nicht sonderlich bekannt ist aber Trotzkis Beziehung zu Österreich und seinen theoretischen Auseinandersetzungen mit der politischen Entwicklung in diesem Land.

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'Mein Ideal stand mir höher als mein Leben' - Zum Gedenken an Josef Gerl

Am 25. Juli jährt sich zum 70. Mal die Ermordung von Bundeskanzler Engelbert Dollfuss durch die Nazis. Die Konservativen werden diesen Tag zur Reinwaschung des austrofaschistischen Politikers und Arbeitermörders missbrauchen. Wir wollen zu diesem Anlass einem jungen Arbeiter gedenken, der Tags zuvor von den Austrofaschisten hingerichtet worden war - Josef Gerl.

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Die österreichische Arbeiterbewegung von der Gründung der SPÖ bis zum ersten Weltkrieg (Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung Teil 1)

Am Gründungsparteitag der SDAP in Hainfeld 1884 gelang es, die zersplitterte österreichische Arbeiterbewegung, sich zu einigen. Gleichzeitig nahm die organisierte Arbeiterschaft den Marxismus als theoretische Anleitung ihres Kampfes an. Mit Hilfe der neuen revolutionären Massenpartei und einer bis 1913 anhaltenden Hochkonjunktur erkämpften die Arbeiter viele soziale und demokratische Reformen. Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach lag der Traum von einer grundsätzlichen Verbesserbarkeit der kapitalistischen Gesellschaft in Scherben.

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Auf dem Weg zur unabhängigen Bewegung (Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung Teil 2)

Der Aufschwung der Arbeiterbewegung in den Jahren von 1867 bis 1870 legte die Basis für den Aufbau einer einheitlichen sozialdemokratischen Partei, in welcher sich die unzähligen Arbeitervereine zusammenschließen sollten. Diese Bestrebungen wurden von den Behörden der Habsburgermonarchie natürlich mit allen Mitteln bekämpft. Das größte Hindernis auf dem Weg zur Schaffung einer eigenen Partei der jungen Arbeiterklasse war jedoch die fehlende theoretische Klarheit in der Arbeiterbewegung selbst. Die folgenden zwei Jahrzehnte sollten deshalb auch durch einen beinharten Fraktionskampf in der österreichischen Arbeiterbewegung gekennzeichnet sein.

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"Hoch die Lumpen!" Die Geschichte des 1. Mai (Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung Teil 3)

In den letzten Jahren verstärkten sich die Angriffe auf den 1. Mai. In Wien müssen seit letztem Jahr die Straßenbahnen auch am Vormittag wieder fahren, nachdem in den letzten 50 Jahren die gesamten Wiener Linien stillgestanden sind. Nun ist es an der Zeit, sich die Frage zu stellen, was an diesem Tag so besonders ist, wie er entstanden ist und warum es sich lohnt, ihn zu verteidigen.

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Von Hainfeld ins Parlament (Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung Teil 4)

Zum Jahreswechsel 1888/9 war es dann endlich so weit. Am Parteitag in Hainfeld wurde die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) unter der Führung von Victor Adler vereint. Der Aufstieg zur Massenpartei war somit gelegt. Doch schon in den Anfangsjahren entwickelten sich Tendenzen in der österreichischen Arbeiterbewegung, die geradewegs zur Kapitulation der Sozialdemokratie bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges führten.

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Justizpalastbrand im Schicksalsjahr 1927

Nach dem Abflauen der revolutionären Welle und den faschistischen Machtübernahmen in Italien und Ungarn gerieten auch die österreichischen ArbeiterInnen in eine permanente Defensive. Schritt für Schritt versuchte die Bourgeoisie den "revolutionären Schutt", d.h. die Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung, zu beseitigen. Obwohl sich das gesellschaftliche Kräfteverhältnis deutlich zu Gunsten des wiedererstarkten Kapitals verschob und die organisierte Arbeiterschaft durch eine zögernde und abwieglerische Führung immer wieder an ihrer Machtentfaltung gehemmt wurde, manifestierte sich der Widerstandswille und die Solidaritätsbereitschaft der ArbeiterInnenklasse immer wieder.

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Die österreichische Sozialdemokratie und die Nationale Frage (Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung Teil 5)

Die Unterdrückung von Nationen und nationalen Minderheiten, die die Geschichte des Kapitalismus von seiner Entstehung bis heute begleitet, und mögliche sozialistische Gegenstrategien nahmen und nehmen bis heute einen zentralen Platz in den politischen Auseinandersetzungen innerhalb der Arbeiterbewegung ein. Auch innerhalb der Sozialistischen Internationale entspann sich um diese Frage eine breite Diskussion.

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Krieg und Revolution

Am 26. Juni 1914 wird in Sarajewo der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand von einem serbischen Nationalisten ermordet. Damit war ein Vorwand gegeben, um das Völkergemetzel des Ersten Weltkriegs beginnen zu können. Jetzt ging es um die Neuaufteilung der Welt unter den imperialistischen Mächten. Für die Arbeiterbewegung sollte kein Stein auf dem anderen bleiben.

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Marienthal - oder: Was hat ein Provinznest mit dem Recht auf Arbeit zu tun?

18 Millionen Arbeitslose gibt es zur Zeit in Europa - Tendenz steigend. Dabei handelt es sich um eine strukturelle Arbeitslosigkeit, deren Opfer oft keine Aussicht mehr auf Wiedereinstieg in diesen "Kreis der Privilegierten" der Arbeitenden haben. In vielen Regionen ist dieser Kreis schon so bedrückend eng, dass die Arbeitslosenrate weit über die 25%-Marke steigt.

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