Unmittelbar nachdem die Verhaftung von Genossen Manzoor, Parlamentsabgeordneter und Vorsitzender der PTUDC, bekannt wurde, gelang es den GenossInnen von "In Defence of Marxism" mit ihm Kontakt aufzunehmen, da die Polizei sein Handy nicht konfisziert hat. Alan Woods konnte mit ihm ein Gespräch führen, bei dem er eine inspirierende Botschaft an die ArbeiterInnen aller Länder übermittelte, die wir hier weitergeben.

 

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Genossinnen und Genossen!

Ich spreche aus einer Gefängniszelle in Gujranwala, der fünftgrößten Stadt Pakistans, wo ich heute morgen gemeinsam mit 150 GenossInnen verhaftet wurde. Das ?Verbrechen?, das uns zur Last gelegt wird, ist, dass wir gegen die Diktatur von Pervez Musharaf protestiert haben. Wir führten eine Massendemonstration von Tausenden gewöhnlichen Menschen, armen Menschen, die die PPP unterstützen und die Diktatur ablehnen.

Gestern wurde das Parlament (die Nationalversammlung) nach fünf Jahren aufgelöst. In dieser Zeit habe ich als Parlamentsabgeordneter für die Rechte der arbeitenden Menschen gekämpft. Ich kämpfte im Parlament, in den Fabriken, auf den Straßen und in den Dörfern. Ich kämpfte gegen reaktionäre Arbeitsgesetze, gegen Arbeitslosigkeit, gegen Armut und Ungerechtigkeit.

Wir feierten wichtige Siege in dieser Zeit. Wir verhinderten die Privatisierung von Pakistan Steel, der verstaatlichten Stahlindustrie. Doch der richtige Kampf beginnt jetzt: mein Kampf gemeinsam mit den Massen, um dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen. Wir wissen, dass unser Kampf von unseren FreundInnen und GenossInnen in anderen Ländern unterstützt wird, und das gibt uns Kraft, um diesen Kampf gegen alle Hindernisse weiterzuführen.

GenossInnen, jene, die unsere Perspektiven bezüglich der Wiedergeburt der PPP angezweifelt haben, sind widerlegt. Die Massenbewegung hat den sektiererischen Gruppen über Nacht jede Grundlage entzogen. Jetzt kann niemand mehr einen Zweifel daran haben, dass der ganze Prozess sich durch die PPP ausdrücken wird. Diese Verhaftungen werden uns nicht stoppen. Der Kampf geht weiter. Wir werden unseren Kampf für die Revolution, für den Sozialismus fortführen.

An die ArbeiterInnen aller Länder, die uns unterstützen, habe ich nur eine Message: Wir kämpfen gegen die Diktatur und den Ausnahmezustand, für demokratische Rechte. Doch mein Kampf richtet sich nicht nur gegen die Diktatur. Es ist auch ein Kampf gegen das System, das diese Diktatur hervorbringt: Kapitalismus und Feudalismus. Und mein Kampf wird nicht enden, bevor nicht dieses ungerechte und unterdrückerische System endgültig gestürzt ist.

Solange es Hunger, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit gibt, wird unser Kampf weitergehen. Er wird erst mit dem Sozialismus in Pakistan und auf der ganzen Welt enden.

Bitte, überbringt meine Grüßen allen GenossInnen der Internationale. Gebt meine Grüße an all meine FreundInnen und GenossInnen und an alle ArbeiterInnen der Welt weiter.

Sieg den Unterdrückten!
Sieg der ArbeiterInnenklasse!
Gemeinsam können wir siegen!
Zindabad!

Manzoor Ahmed,
Aus der Polizeistation in Gujranwala, Pakistan
16. November 2007


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