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Nachdem die christlich-soziale Regierung unter Engelbert Dollfuß im März 1933 das Parlament ausgeschaltet hatte, gab es zwischen dem 12. und 15. Februar 1934 den letzten verzweifelten Widerstand gegen das sich festigende faschistische Regime in Österreich. Mehr als 1600 Tote forderten die Kämpfe, bei denen tausende mutige ArbeiterInnen gegen faschistische Milizen, Polizei und Armee kämpften.

Zuvor war die Arbeitslosenunterstützung gekürzt worden, Arbeitsbedingungen verschlechtert und Streiks verboten worden, außerdem wurden Betriebsräte in öffentlichen Betrieben aufgelöst, die Kommunistische Partei und die Jugendorganisation der Sozialdemokratie, die Sozialistische Arbeiterjugend verboten und die Pressefreiheit abgeschafft. Kurz: Die Demokratie und viele soziale Errungenschaften wurden Schritt für Schritt beseitigt.

Doch auch wenn diese Ereignisse fast 80 Jahre in der Vergangenheit liegen, dürfen wir sie niemals vergessen! Auch in der zweiten Republik wurden und werden Verbrecher und Helfershelfer der Austrofaschisten als Vorbilder gefeiert. So hängt im Parlamentsklub der ÖVP immer noch ein Bild des Arbeitermörders Engelbert Dollfuß. Und der Landeshauptmann von Vorarlberg von 1945 bis 1964, Ulrich Ilg, war 1934 gar Mitglied der Regierung Dollfuß.

Auch die verbrecherischen Ideen des Faschismus fallen immer noch auf fruchtbaren Boden. In der schwersten Wirtschaftskrise des Kapitalismus sehen viele in Ausländerfeindlichkeit den „leichten Weg“. Und auch die Regierungen kümmern sich immer weniger um die demokratische Fassade. In Südeuropa gehen sie mit äußerster Gewalt gegen Menschen vor, die sich gegen die Zerstörung ihres Lebens zur Wehr setzen.

Deswegen: Niemals vergessen! Nimm auch du am Antifaschistischen Fackelzug im Gedenken an den 12. Februar 1934 teil!

WANN: 12.2., 18.30
WO: Bahnhofsvorplatz Bregenz


Im Anschluss wird im SPÖ Büro Bregenz eine Diskussionsveranstaltung zum Thema stattfinden.


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