…wird ein Feuer entfachen!
Datum:
18.11.2017 15:00 - 18:00
URL:
https://www.facebook.com/events/1935061676813110

Beschreibung

Gemeinsam für das Recht auf Abtreibung einstehen
Gegenkundgebung zum Marsch für das Leben

Am 18. November protestiert die Organisation “Jugend für das Leben” in Dornbirn gegen Abtreibung. Beim reaktionär-katholischen “Marsch für das Leben” wird ein gesellschaftliches und gesetzliches Umdenken gefordert, sodass “Abtreibung in Österreich undenkbar wird”. Sie geben vor, Frauen* schützen zu wollen und wollen in Wirklichkeit deren Selbstbestimmung noch weiter einschränken - explizit ist das mit einem Verbot von Abtreibung verbunden.

Wir stehen klar ein für das Recht auf Abtreibung. Der Marsch für das Leben plädiert dafür, dass Abtreibung nie eine Lösung sein kann und bezeichnet Abtreibung als “Phänomen unterlassener Hilfeleistung”. Es wird gefordert, dass “alle Ressourcen” da sein müssen, um ein Kind großzuziehen. Während diese Forderung grundsätzlich zu unterstützen ist, entspricht sie jedoch nicht der Lebensrealität vieler Schwangerer - lt. Statistik Austria leben ca. 38% der Alleinerziehenden an der Armutsgrenze.

Die massiven Sozialkürzungen, die die bevorstehende schwarz-blaue Regierung plant, werden auch die Situation von Alleinerziehenden und benachteiligten Familien weiter prekarisieren. Die Entscheidung, ein Kind zu bekommen, ist letztendlich eine Klassenfrage. In einer solchen Situation das Recht auf Abtreibung weiter zu beschränken, bedeutet deshalb auch einen offenen Angriff auf die soziale Sicherheit aller arbeitenden Menschen.
Die Bedürfnisse und die körperliche Selbstbestimmung von Frauen* müssen außerdem über den Befindlichkeiten der AbtreibungsgegnerInnen stehen.

Frauen* müssen vor den Gefahren und Folgen einer Abtreibung nicht beschützt werden - ihnen müssen die notwendigen Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, um eine solche Entscheidung eigenmächtig treffen zu können, ohne stigmatisiert zu werden.

Wir fordern…
Abtreibung, Verhütungsmittel und andere reproduktiv-medizinische Leistungen dürfen keine Klassenfrage sein - flächendeckender und freier Zugang für alle!
Das gesellschaftliche Stigma gegenüber Frauen*, die abtreiben, muss abgebaut werden. Die körperliche Autonomie der Frau* hat Vorrang!
Der Schwangerschaftsabbruch als Straftatbestand nach StGB §96 muss gestrichen werden.
Abtreibung darf nicht in die Illegalität zurückgedrängt werden - wo Schwangerschaftsabbrüche wieder auf dem Küchentisch stattfinden.

Deshalb stehen wir ein für das Recht auf Abtreibung und gegen reaktionäre Angriffe auf das Selbstbestimmungsrecht der Frau*!

Leisten wir Widerstand gegen die kommenden Angriffe durch die schwarz-blaue Regierung!